Hanky Codes: Im San Fransisco der 1970er in der schwulen Leder- und Jeansszene entwickelt, um zu signalisieren welche sexuellen Vorlieben man hat, verlieren diese Codes in Zeiten von Grindr und Co immer mehr an Bedeutung. Das Künstlerduo Brian Fairbairn and Karl Eccleston aus London haben für den australischen Sänger Brendan Maclean die Bedeutung dieser Codes nun im Musikvideo für seinen Song “House of Air” dargestellt.

Im Video sieht man in verschiedenen Szenen nicht nur, wie Pornodarsteller ihre Sexpartner durch Hanky Codes finden, sondern auch den Sex, der daraufhin folgt. Die Erklärung der Codes sind in den jeweiligen Szenen immer eingefügt. Die Darstellung der Sexpraktiken ist explizit und reicht bis hin zu einer kurzen Skat Session am Ende des Videos.

Da das Video ziemlich pornografisch ist, wurde es nach einigen Tagen von Youtube entfernt – allerdings erst nachdem es bereits 700 000 Klicks hatte und kontrovers diskutiert wurde. Das Ziel Aufmerksamkeit für den neuen Song zu erhalten, haben die Künstlern definitiv erreicht – allerdings ist der Kurzfilm mehr als nur “provokanter” Sex. Hanky Codes sind, genau wie Darkrooms oder Cruising, Teil der queeren Vergangenheit und Gegenwart – und wurden nun lediglich in einem Musikvideo statt einem Porno dargestellt.


BRENDAN MACLEAN // House of Air (NSFW) from Brian and Karl on Vimeo.

 


Text: Steven Meyer