Das Label Raphael Hauber entstand 2010 aus dem 2003 gegründeten Label Postweiler Hauber. Raphael Hauber's Entwürfe sind geprägt von geometrischen Schnitten, ungewöhnlichen Printdesigns und vor allem konzeptuell von aktuellen sozialen, kulturellen oder ästhetischen Themen. In seiner Spring/Summer 2012 Kollektion dominieren Multicolor-Prints, bei denen man das Gefühl hat, die Erde von oben zu sehen.
Mit VANGARDIST hat er ausführlicher über seine Arbeit und seinen ungewöhnlichen Inspirationen gesprochen.
VANGARDIST: Bitte erzähl uns kurz etwas über dich und deinen Background!
Raphael Hauber: Ich stamme aus dem Südwesten Deutschlands und habe an der Hochschule Pforzheim Mode-Design studiert. 2003, direkt nach dem Studium, hatte ich zusammen mit Eva Postweiler das Label POSTWEILER HAUBER gegründet, welches ich seit 2005 alleine weiterführte. 2010 nannte ich mein Label in RAPHAEL HAUBER
um, damit sichtbar wird, dass es nur einen Kopf hinter der Marke gibt. Im selben Jahr war zudem der Umzug von Heidelberg nach Berlin - 2010 ist viel passiert.
V: Was inspiriert dich?
RH: Grundsätzlich kann das alles sein, ich muss mich für etwas begeistern können zu dem Zeitpunkt wo die Kollektion entsteht. Ein spannendes und neues Thema.
V: Deine Männerkollektion nimmt Elemente aus der klassischen Herrenbekleidung aber auch aus der Sport- und Funktionsbekleidung auf, sind das
wiederkehrende Themen für dich und dein Label?
RH: Geometrische Formen, ein Mix an unterschiedlichen Materialien und all-over Prints.
V: Einige deiner Teile haben sehr auffällige Prints, woher kommen die Prints?
RH: Sehr unterschiedlich, in der F/W 12/13 Kollektion gibt es z. B. einen endlos duplizierten Print aus einer Gruppe von schlammbadenden Menschen. Von weiten sieht
es jedoch aus wie ein elegantes Renaissance Gemälde und hat auf den ersten Blick nichts von Dreck und Ausgelassenheit zu tun. Ein weiterer Print zeigt verschiedene Käfer, die im Gegensatz zur wilden Menschengruppe ordentlich nebeneinader angeordnet sind und erinnert an ein Insektenlehrbuch. Zwei sehr unterschiedliche Quellen, die aber in ästhetischer wie auch inhaltlicher Sicht perfekt zusammengehen.
V: Wer sind die Männer, die deine Mode tragen?
RH: Jeder Mann soll es tragen könne! Jeder hat andere Bezugspunkte oder Gründe warum ihm dies oder jenes gefällt. Eine gewisse Aufgeschlossenheit und Interesse für Mode und Zeitgeist haben in der Regel alle gemein.
V: Wo kann man dein Label kaufen?
RH: Im Moment in Berlin bei Adrett, Temporary Showroom, Voo und in Hamburg bei YBDPT, sowie in Amsterdam, London, Los Angeles, Taipeh und Bahrain.
V: Gibt es andere Designer, die du bewunderst und wenn ja wofür?
RH: Nicolas Ghesquiere und Raf Simons für ihren unverkennbaren, straighten und sehr visionären Stil.
V: Was sind für dich persönlich 5 Dinge, die ein Mann im Kleiderschrank haben muss?
RH: Die Klassiker: weißes Hemd, gerade dunkelblaue 5. Pocket Jeans, Schwarzer Ein- oder Zweiknopf Sakko, Nylon Blouson und ein Paar schwarze glatte Derby Schuhe.






Um mehr über RAPHAEL HAUBER herauszufinden: www.raphaelhauber.com
(Interview: Ana Kaan, Fotos: Adrian Parvulescu, Hair & Make-Up: Greta Natalia Tettamanzi, Models: Pia @ Seeds, Bastian, Maximilian @ Tomorrow is Another Day)








































