Für den britischen Künstler Nick Gentry gehört nicht jeder veraltete Kram gleich in die Tonne. Er verewigt seine Kunst auf alten 3,5 Zoll Disketten aus aller Welt. Für ihn eine Art von „Junk“, der einen einzigartigen Charme hat.
Im Zeitalter von “Technologie und Netzkultur” hat die Gesellschaft inzwischen das rasant angezogene Tempo der Modernisierung aufgenommen und ist bestrebt immer auf dem neuesten Stand zu sein. Ein ewiger Wettlauf und Konkurrenzkampf auf dem aktuell wohl gefragtesten Markt.
Da kommt eine künstlerische Abwechslung aus altmodisch überholten Medienformaten gerade recht. Eine wahre Bereicherung, wenn Kunstwerke noch auf dem Medium der Vergangenheit entstehen und dennoch Zukunftsvisionen wecken. Neben Floppy Disks malt Nick Gentry seine Portraits auch auf VHS-Tonbändern, Kassetten oder Polaroids. Als jemand der ersten Generation, die mit Computern aufgewachsen ist, steht er mit seiner Kunst mittlerweile im Spotlight. Und mit den Floppy Disks hat er sicherlich eine echte Marktlücke entdeckt.
Nick Gentry hat seinen Abschluss am „Central Saint Martins of Art and Design“ in London gemacht, ist kein unbeschriebenes Blatt mehr im Künstlerzirkus und stellt seine Werke bereits in den USA und anderen europäischen Ländern in Galerien aus. Inspiriert von der soziologischen Wirkung der neuen Internet-Kultur, schafft er es die Persönlichkeit des Portraits somit für immer auf den Disketten zu speichern. Fraglich ist für Gentry aber, ob das Zusammenspiel zwischen der Menschheit und dem technologische Fortschritt auch in Zukunft noch im Einklang stehen wird.




© Nick Gentry







































