Diskussion: Outdoor-Cruising

Radar

Während der Großteil einer Neo-Biedermeier-Generation im trauten Heim routiniert zwischen GZSZ und den Hauptnachrichten in Löffelstellung dahindöst, wartet das schmutzige Abendteuer auf Autobahnparkplätzen, im Park und auf dem Uni-Klo.
 
In unserem Leitartikel Treffpunkt Stiege 9 beschreibt unser Redakteur Hendrik H. sein erstes Mal auf der Straße. Wir geben euch hier die Möglichkeit, euch über diese Freiluftaktivität zu äußern. Ob selbst schon erfahrener Outdoor-Cruiser oder neugieriger Lüstling, ob anonym oder mit Namensangabe, schickt uns eine Mail mit Betreff "Cruising" an diskussion@vangardist.com oder schreibt uns einen Kommentar unter diesen Artikel!
 
Eure Erfahrungen und Statements werden wir in den kommenden Wochen hier veröffentlichen.
 
Hier geht es zu dem Magazinartikel: Treffpunkt Stiege 9
 
 
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09.05.2012, Marco A.
 
Outdoor - jedesmal wieder unbeschreiblich. Ich hatte es eimal nachts auf dem sportplatz. einfach nur geilo.

so, ich muss jetzt glaubich raus
 

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09.05.2012, Anonym

habe es schon des öfteren gemacht^^
iwann mal hinter ner kapelle, hinterm pferdestall (privater stall, aber vom gehweg auf dahinter hätte man uns theoretsich ganz hervorragend sehen können), dann mal n blowjob im wald, irgentson radfahrer hat uns gesehen XD, im wald und wiese. wer den kick sucht sollte es unbedingt ausprobieren. gerade jetzt wo es draßen wieder warm wird und man nicht so viel ausziehen muss...
 
 
 
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06.05.2012, Anonym

Ich hab es letztes Jahr gemacht (es gibt einen "Geheimtip" an der Berliner Stadtautobahn). Im Gebüsch trieben sich allerhand schmierige Typen rum - denen hätte man nicht mal einen Tankstutzen in die Hand gedrückt. "Aktiv" war nicht viel los, das Verhältnis von Leuten, die was sehen wollten und Leuten, die was zeigen wollten, war zu krass. Wir sind unverrichteter Dinge wieder abgezogen.
Ich war nur froh, als ich da weg war.



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06.05.2012, Maren H.

Sex im Auto ist (außer in Stretchlimousinen) eine der wohl würdelosesten und komischsten Aktionen, die man in diesem Bereich machen kann.... Und dabei beziehe ich mich nur auf die akrobatischen Bedingungen und noch nicht mal auf das Drumherum.

 
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06.05.2012, Jan G.

am schönsten ist es am See bei schönem Wetter.
Wenn die Sonne auf den nackten Körpern strahl, diese aufheizt und man sich dann schön verwöhnt. Klar ist auch der Reiz dabei das andere doch heimlich zuschauen.
Schön ist es auch wenn man zu mehreren ist und bei anderen zuschauen kann oder auch mitmachen wenn es passt.
 
 
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06.05.2012, Anonym

Yo,
 
also das wird jetzt keine Cruisinggeschichte im engeren Sinn, aber es geht dabei um mein einziges echtes Outdoorsexerlebnis mit fremden Personen. Die Story ist so schräg, dass ich sie hier bringen muss. Es handelt sich dabei um die reine Wahrheit und wenn ihr glaubt, Kaffetrinken mit einem schwulen Steuerberater ist schon ein Abenteuer, dann lest das:
Das Ganze ist schon einige Zeit her, ich war gerade auf einem round the world trip, in Australien ist mir das Geld ausgegangen und ich hatte noch Fidji, USA und Mexico vor mir. Aus diesem Grund hatte ich beschlossen, meinen Fidjiaufenthalt auf 18 Stunden Transit zu beschränken. Am Vormittag bin ich im feuchtheißen Naha (Hauptstadt) angekommen, und da ich den Tag irgendwie rumbringen musste, hab ich beschlossen, mit dem Taxi in die Stadt zu fahren. Mein Taxifahrer, dessen Namen ich leider vergessen habe, war sehr verwundert, dass ich nur einen Tag bleiben wollte, aber um mir das wahre Fidji wenigstens ein klein wenig näher zu bringen, hat er mich zu einem echten Einheimischenfrühstück in einer Taxifahrerspelunke eingeladen. Als ich mich bedanken und auf eigene Faust ins Getümmel stürzen wollte, machte er den Vorschlag, mir, da ich nun schon mal Gast war, ausgiebig die Insel zu zeigen. Er hatte wohl keinen Bock auf Arbeit. Am Nachmittag müsse er seine Kids von der Schule abholen, aber bis dahin hätte er frei, meinte er. Ohne mir wirklich eine Wahl zu lassen, hat er mich in sein Taxi bugsiert, und wir fuhren los. Als erstes ging es zu einem Supermarkt, mein Fahrer lud einen 12er Karton Bier auf den Rücksitz und bedeutete mir, zu bezahlen. Da wusste ich, worauf das hinauslaufen würde: Er wollte mich, den Westtouristen, für einen lustigen Nachmittag missbrauchen, für den er nichts bezahlen musste. Ich sah mich schon mit glühender Kreditkarte im nächsten Bordell. Unsere nächste Station war denn eine kleine Wellblechbarracke mitten in einem Zuckerrohrfeld. Mein Gastgeber verschwand kurz in der Hütte und kam mit einem Säckchen voll Haschisch wieder heraus. Ich wollte schon meine Dollars zücken, da winkte er ab: „What comes arround, goes arround" murmelte er, und wir fuhren weiter. Unterwegs erzählte er mir die ganze Geschichte von Fidji, seiner Frau und seinen Kindern und wie er mit einem Nachtclubunternehmen bankrott gegangen war. Unser Ziel war ein Strand, und zwar der vermüllteste, den ich je gesehen hab. Das Auto in sengender Hitze geparkt, holte er aus dem Handschuhfach zwei kleine Gläser, und wir begannen, das Bier zu trinken, wobei wir die Gläser Exten wie Schnaps. Nach zwanzig Minuten war ich ziemlich besoffen. Dann hob er eine weggeworfene Coladose vom Strand auf, machte ein Loch und aus dieser provisorischen Bong zogen wir dann noch ein gefühltes Kilo Dope, bevor wir uns auf den Weg zur Schule machten, um seine vier Kinder abzuholen. Ich wollte mich schon verabschieden, aber er bestand darauf, mich mit zu ihm nachhause zu nehmen. Zu Paniert um zu widersprechen, willigte ich ein. Sein Familiensitz war eine kleine Blechhütte zwischen Bananenstauden, und nachdem er mir kurz seine Frau vorgestellt hatte, befahl er ihr, für uns zu kochen und wir setzten uns vors Haus. Während wir dort bis in den späten Nachmittag Bier tranken, versuchte ich verzweifelt, meinen Rausch durch Fußballspielen mit seinen Kids zu bekämpfen, was aber schwer möglich war. Irgendwann dauerte meinem Gastgeber das Warten zu lang, und er schlug vor, noch einen kleinen Ausflug zu machen. Seine ziemlich angepisste Frau wies er barsch in die Schranken, und wir setzten uns wieder ins Taxi. Nachdem wir zweimal um die Ecke gebogen waren, blieben wir stehen, er hupte zweimal, und aus einem kleinen Haus kam ein junger, etwas korpulenter Mann gehopst. Er stieg ein, wir wurden einander vorgestellt, und wir fuhren biertrinkend wieder Richtung Strand. Mittlerweile war es fast Dunkel, wir parkten unter einer Palme, und während wir den letzten Brocken Hasch rauchten, verwickelten mich die beiden in ein Gespräch über die sexuellen Sitten in meiner Heimat. Da ich nicht wusste, wie prüde die Locals in dieser Gegend waren, antwortete ich recht sittsam und verhalten. Während sie sich verwundert über die guten Sitten in der alten Welt zeigten, fiel mir auf, dass mein Fahrer die Hand in der Hose des leicht fetten, aber durchaus delikaten Jünglings hatte. Ich traute meinen Augen nicht. Meine Verwunderung bemerkend, erklärte mein neuer Freund: That´s my neighbour. He would like to get fucked by both of us. But don´t tell my wife or I´ll kill you." Wenn mein Fahrer eins nicht war, dann erotisch. Aber der kleine Nachbar begann so enthusiastisch an mir rumzumachen, dass ich nicht nein sagen konnte. Die Drogen in meinem Hirn, die Hitze und die Skurrilität der Situation machten die Sache so unwirklich, dass es mir egal war, was mit mir passieren würde. Nachdem wir dem Nachbarn mehr oder weniger das gegeben hatten, was er wollte, tranken wir ein letztes Bier und fuhren zurück. Zuhause angekommen (ohne Nachbar), wartete eine bitterböse Ehefrau, deren liebevolles Abendessen kalt geworden war und die, da war ich mir ziemlich sicher (verstehen konnte ich sie nicht), genau Bescheid wusste, was für einen Tunichtgut sie geehelicht hatte. Trotz meiner Benebelung fühlte ich mich unendlich schlecht. Ich wollte weg, in zwei Stunden ging mein Flieger nach L.A. Ich erklärte das meinem Fahrer, der befahl seiner Frau, mir ein Lunchpaket zu schnüren, das ich schon fast unter Tränen annahm und nachdem ich mich von Frau und Kindern verabschiedet hatte, fuhr er mich zum Flughafen. Er brachte mich zum Gate, gab mir seine Adresse falls ich mal wieder in Fidji vorbeikommen würde und verabschiedete sich. Völlig bekifft, besoffen und verstört stand ich am Check in. Die Frau am Schalter musste fünf Mal nachfragen, bis ich das Wort Los Angeles herausbrachte.
 
 
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05.05.2012, Hendrik

Lieber Robert,

ich glaube du hast Recht, lots of ´em are bullshit. Für die in der Reportage beschriebenen Erlebnisse war ich bei einer ganzen Reihe von Sexdates, in deren Rahmen ich schon öffentlich masturbieren hätte müssen, um sie als solche zu bezeichnen. Der Artikel ist selbstverständlich eine verdichtete Darstellung meiner Rechercheabenteuer. Keep on tryin´! Hendrik
 
 
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05.05.2012, Robert M.

Hallo!

ich habe euren Artikel gelesen und habe das selbst schon versucht. Nachdem ich mich im Netz schlau gemacht habe, bin ich zu so einem Date aus ner Anzeige gegangen. Da war ne Putzfrau und sonst niemand. Ich werde es nochmal versuchen, aber ganz ehrlich: ich glaube die meisten dieser Datinginserate sind Fake! Lieben Gruß, Robert.


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