Wir kennen Mode-Gott Tom Ford als begnadeten Fashion-Designer, der die Stars für Oscars, Golden Globes und co. einkleidet, aber auch als Regisseur wie bei seinem Erstlingswerk “A Single Man”.

 
Was Ford jetzt aber in einem GQ-Interview zu seinem neuen Film “Nocturnal Animals” verraten hat, hat selbst uns überrascht: Das Allround-Talent erzählt im Interview nicht nur, dass er sich seit Jahren weigert, die zukünftige First-Lady Melania Trump einzukleiden, sondern hält weiter an einer Aussage fest, die er 2004 bei nicht gerade nüchternem Zustand ebenfalls in einem GQ-Interview gemacht hat. Damals sagte er, dass jeder Mann, egal ob schwul oder hetero, es mal erleben müsse, wie es wäre, Analsex zu haben und dabei die passive Rolle einzunehmen.
Im aktuellen Interview gibt er zwar zu, dass er es rückblickend bevorzugt hätte, kein Wort über diese Meinung zu verlieren, aber er hält dennoch daran fest.

 
Für ihn gibt es wesentliche Gründe, warum Heteros mal die Hemmschwelle überwinden sollten. Zum Einen, um Frauen besser zu verstehen, und nachzuvollziehen, wie es sich für sie anfühlen muss, was zugegebenermaßen vielen Männern nicht gelingt. Doch es geht noch um viel mehr: Der Mann würde dadurch seine verletzliche, passive Seite entdecken. Es gäbe keine sensiblere und intimere Situation, in der man sich befinden könne, als wenn man sich einer passiven Rolle fügt, so der Designer.

 
In der offenen Gesellschaft in der wir leben wird es immer beliebter, herumzuexperimentieren und Gefühle oder Begierden nicht zu unterdrücken sondern sie Auszuleben. Natürlich muss, egal ob bei hetero- oder homosexuellen Männern, auch ein Anreiz da sein, um beim Sex die devote Rolle einzunehmen. Aber wenn der da ist und es gefällt einem, hat es sich umso mehr gelohnt!

 


Text: Anas Atassi
Via: New Now Next