Wenn die Beziehung zum Ventilator zu innig ist, um die Wohnung zu verlassen und die Sonne draußen zu penetrant nach deinem Körper lechzt – dann bleibt eigentlich nur eins: Mal wieder einen Serien-Marathon starten. Wir haben uns in der Redaktion zusammen gesprochen und dir eine abwechslungsreiche Serienliste erstellt.

(Nein, wir werden dir hier nicht die üblichen Verdächtigen aufzwingen – es haben nun endgültig alle verstanden, dass wir Game of Thrones, Orange is The New Black und House of Cards schauen sollen und auch wie Sehenswert Taraji P. Henson in Empire ist, auch wenn uns bestimmt in der nächsten Woche wieder 12762 Personen davon erzählen werden.)
 

YOUNGER

 


Wir sind nicht nur verliebt in Schauspieler Nico Tortorella, sondern auch in seine aktuelle Hitserie „Younger“. Hier geht’s um die 40 Jährige Liza (Sutton Foster), welche nach Scheidung und einem 20 jährigen Mutterschaftsurlaub wieder zurück in den Berufsalltag will. Kaum Chance am Arbeitsmarkt beschließt sie gemeinsam mit ihrer Freundin Maggie (eine lesbische Künstlerin gespielt von Debie Mazar), sich als 26 Jährige auszugeben. Der Plan geht auf und schon ist sie Assistentin im Verlagswesen. Während sie Struggles damit hat, ihr Geheimnis für sich zu behalten, erwarten die ZuseherInnen auch heiße Szenen mit ihrem Boytoy Josh, sowie Flirts mit ihrem Boss Charles. Hilary Duff ist ebenfalls mit dabei und passt ungewohnt stimmig in ihre Rolle (und das ohne dabei nach Disney zu riechen). Die Comedyserie wird ausserdem von „Sex and the City“-Macher Darren Star produziert.
 

 

AMERICAN GODS

 

Hier musst du den Ventilator zwar noch stärker stellen, aber es zahlt sich aus. „American Gods“ haben wir bereits in unserem letzten NSFW-Beitrag erwähnt – denn hier gibt es pornöse Sexszenen. Und: Man sieht sehr viel. Die Serie basiert auf dem Besteller von Neil Geiman und handelt von Hauptfigur „Shadow Moon“, welcher sich in mitten einer ihm fremden Welt wiederfindet – und das direkt am brutalen Schlachtfeld eines göttlichen Krieges. „Schwindende alte Götter“ versus „emporsteigende neue Götter“, wie es schon im Trailer heißt. Neben viel nackter Haut, bietet diese Serie aber auch viel Blut, durchtrennte Körperteile und bunte Fantasie mithilfe von Specialeffects. Wem das zu düster klingt, lässt sich vielleicht dennoch mit Broadwaystar Kristin Chenoweth locken.
 

 

SKAM

 

Im Mittelpunkt der norwegischen Serie steht in jeder der 4 Staffeln eine der Hauptpersonen. Das Besondere? Die Marketingidee! Man hat die Möglichkeit den Figuren auf sozialen Medien wie Instagram, Facebook und YouTube zu folgen und steckt dadurch selbst mitten in der Handlung. Auf der offiziellen Website konnte man obendrein noch in „Echtzeit“ Chatverläufe und Mails zwischen den Hauptpersonen mitlesen und baute so eine fast krankhafte Bindung zu den fiktiven Charakteren auf. Wöchentlich wurde dann die Episode als Zusammenstellung der Woche veröffentlicht. Guess What? Die Amis wollen die Idee mal wieder „klauen“ und ihre eigene Version daraus machen. Bevor also die schlechte US-Kopie veröffentlicht wird, überzeugt euch lieber schon mal vom Original.
 

 

AMERICAN CRIME STORY: The People Vs. OJ

 

Egal welche Serie Ryan Murphy ausspruckt, der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. So auch bei „American Crime Story“. Die Story dreht sich um den weltbekannten Prozess von OJ Simpson, welcher beschuldigt wird, seine Ex-Frau ermodet zu haben. Neben spannenden Enthüllungen, überzeugen hier aber vor allem auch die Schaupieler, welche den Originalpersonen fast schon gruselig ähnlich sehen. Erfreulich ist ebenfalls, dass sich „Friends“-Darsteller David Schwimmer wieder ins Fernsehen traut und OJ’s Anwalt bzw. Kardashian-Vater Robert verkörpert. Auch Sarah Paulson, welche wir bereits in American Horror Story lieben lernten, präsentiert sich als Marica Clark und erhielt hierfür – verdienterweise – einen Emmy-Award. In alter „AHS“-Manier, wechselt sich auch bei dieser Anothologieserie Cast und Thema von Staffel zu Staffel komplett aus. In der Nächsten dürfen wir uns somit auf Penelope Cruz als Donatella Versace freuen – auf diese müssen wir uns aber leider noch bis 2018 gedulden.
 

 

DOKU(-Serien)

 

Du kannst dich nicht entscheiden oder bis jetzt war nichts für dich dabei? Wenn „typische“ Serienformate nicht so dein Ding sind oder du mehr auf pure Realität und Bildung stehst, kannst du natürlich auch auf Dokumentationsreihen zurückgreifen. Dieser eine bekannte Streaminganbieter, dessen Benutzung man gern als gemeinsamen Vorwand um Sex zu haben nutzt, bietet hierzu flix eine große Auswahl. Von Tierdokus bis hin zu Themen wie Architektur, Künstlerportraits oder Serienkiller, findet man besonders auf dieser Plattform, eigentlich fast alles für den persönlichen „Aha“-Moment – und auch hier kannst du stundenlang Binge-watchen bis dein Hirn raucht.
 

 


Text: Lex Tyler