Das Musikbusiness ist oft alles andere als Einfach: Auftreten vor Millionen von Menschen, der konstante Druck, neue und vor allem gute Musik zu machen, und dabei am Besten auch noch immer top aussehen. Dass einige Musiker*innen diesem Druck nicht standhalten können, hat die Musikgeschichte schon immer geprägt. Doch was, wenn man plötzlich ideenlos ist? Dass man sich nicht einfach so an den Ideen seiner Kolleg*innen bedienen sollte, zeigen diese ikonischen Fälle des Beat-Diebstahls:

1.Lana Del Rey vs. Radiohead

 

Radiohead machen ernst: Die Band, die 1993 mit ihrem hit Creep ihren Durchbruch feierte, zieht nun gegen Lana Del Rey vor Gericht, weil deren neuer Song Get Free in wesentlichen Teilen dem Hit Creep von Radiohead gleichen soll. Lana Del Rey verkündete auf Twitter, dass das Gerichtsverfahren tatsächlich in die Wege geleitet worden sei. “It’s true about the lawsuit. Although I know my song wasn’t inspired by Creep, Radiohead feel it was and want 100% of the publishing – I offered up to 40 over the last few months but they will only accept 100.” Sie kommentierte ebenfalls auf Instagram unter einen Post der Band: “YOU ARE OVER FATTIES, SEE U IN COURT”. Seht ihr die Ähnlichkeit in beiden Videos? Wir haben die beiden Titel für euch bereitgestellt:

 


 

2. Lady Gaga vs. Madonna

 

Schon seitdem Lady Gaga Musik veröffentlicht wird sie konstant mit der Queen of Pop – Madonna – verglichen. Dass die beiden nicht nur in ihrem Style oder Auftreten Ähnlichkeiten zu haben scheinen, wurde spätestens bei Gagas ikonischem Hit Born this Way klar, der bis heute zu einer der wichtigsten Songs der gay-culture zählt. Kritiker*innen warfen der Sängerin vor, dass ihr Song Madonnas Hit Express Yourself aus dem Jahr 1989 gleichen würde. Doch anstatt vor Gericht zu ziehen, lies Madonna Positives über Lady Gaga verlauten. In einem Interview mit ABC erzählte Madonna: “I certainly think she references me a lot in her work. And sometimes I think it’s amusing and flattering and well done. [Her songs seem to be a] statement about taking something that was in the Zeitgeist […] 20 years ago and […] reinterpreting it.” Wir finden Madonnas Einstellung super, und möchten euch selbst entscheiden lassen, ob ihr die Ähnlichkeiten hört:

 


 

3. Casper vs. Taylor Swift 

 

Casper hat sich mit Lang lebe der Tod aus dem musikalischen Jenseits zurückgemeldet, und einen Hit gelandet, der wohl auch Pop-Ikone Taylor Swift nicht entgangen sein dürfte. So gleicht doch der Anfangsbeat von Swifts …ready for it? ziemlich den Beats, die wir auch in Caspers Lang lebe der Tod hören. Der deutsche Künstler selbst twitterte zu Swifts Song: “erinnert mich an was….”, und erklärte in einem Interview mit DASDING: “Ich finde schon, dass es sehr gleich klingt.” Macht euch am besten selbst ein Bild davon, und hört in beide Songs rein. (Bei Lang lebe der Tod setzt der entsprechende Beat ca. bei 00:23 Min. ein)

 


 

4. Jennifer Rostock vs. Oasis

 

Autsch, das war wirklich peinlich. In einem Interview mit DASDING wurden Jennifer Rostock vom Moderator nicht verschont. Als die Band über den Song Nenn mich nicht Jenny spricht, fragt der Moderator nach: “Aber, wieso habt ihr eigentlich so dreist bei Oasis geklaut?” Jennifer selbst ist von der Frage komplett überrascht und scheint keine Ahnung zu haben, wovon der Moderator redet. Als dieser ihnen dann jedoch im Vergleich Nenn mich nicht Jenny und D’you know what I mean von Oasis vorspielt, ruft Jenny sofort Gitarristen Alex an, um ihn zu dem Vorwurf zu befragen. Alex Antwort und das ganze Interview könnt ihr euch direkt hier ansehen:

 

 

5. Rihanna vs. Just Brittany

 

Bitch Better Have My Money zählt zu einem der ikonischsten Songs Rihannas, doch nun soll dieser eigentlich geklaut sein. Fans der recht unbekannten Rapperin Just Brittany haben ihren Original-Track gefunden, der lange vor dem Release Bitch Better Have My Money von Rihanna veröffentlicht wurde und nicht nur textlich, sondern auch musikalisch große Ähnlichkeiten aufweist. Rihanna selbst hat sich nicht zum Vorfall geäußert, Little Brittany sagte in einem Interview aber, dass sie es freue, wenn große Künstler*innen wie Rihanna von ihrer Musik inspiriert werden, so wie sie auch von Rihanna inspiriert wurde. Zum Vergleich haben wir beide Versionen für euch bereitgestellt:

 


Text: Alex Baur