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So sollte Urlaub sein – später Donnerstagmittag, raus aus dem Office und ab zum Flughafen Wien Schwechat. Dort wartet schon der Airbus A320 der Austrian Airline. Im Sonnenuntergang geht es in etwas mehr als zwei Stunden auf die fast schon versteckt zwischen Rhodos und Kreta gelegene Insel Karpathos. Exklusiv und galant entpuppt sich der Charterflug der Austrian Airline und spätestens mit der Landung am Südende der 325 Quadratkilometer großen Insel gelegenen Flughafen sind die letzten Gedanken an Office und Arbeit verflogen.

Lässig hüpfe ich mit meinem Gepäck in einen reservierten Mietwagen und fahre in den elf Kilometer entfernten Hauptort Karpathos Stadt bzw. Pigadia. Fahrspaß inklusive, denn bereits auf dem Weg durch die Nacht begegnen mir einige Haarnadelkurven am Berg.

 

Das Alimounda Mare – fünf Sterne Service und Co.
Sonnenaufgang über der Ägäis und das vom Bett aus. Mein Tag startet intuitiv früh, aber das 2010 eröffnete Alimounda Mare besticht nicht nur mit einem koketten Blick auf die Bucht von Pigadia, sondern lässt in Sachen Service, Freundlichkeit und Frühstücksbuffet kaum Wünsche offen. Ehe der Hoteltrubel beginnt, ziehe ich noch schnell eine Runde im Infinity-Edge Pool und mache mich dann auf Erkundungstour in das zweihundert Meter entfernte Zentrum der Hafenstadt.

 


Bergdorf Menetes
 

Shopping im Insel-Idyll
Etwas verschlafen, aber charmant wirkt der Ort noch und die kleinen Geschäfte, Boutiquen und Cafes öffnen langsam ihre Türen. Der Charme und ein Flair von Leichtigkeit lassen mich erahnen, dass der große Massentourismus hier noch nicht Einzug gehalten hat. Auf der kleinen Einkaufsstraße oberhalb der Hafenpromenade komme ich im Cafe Pantheon mit Manolis ins Gespräch. Der junge Mann studiert in Montreal, die Eltern leben auf Karpathos und den Sommer verbringt er auf der Insel. Neben sehenswerten Stränden und Dörfern gibt er mir auch Tipps für die späte Abendplanung mit Bars und Locations.

 


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Griechischer Pop unter freiem Himmel
Coole Party unterm Sternenhimmel morgens um 2 Uhr? Im kleinen aber feinen open air Nachtclub Heaven auf Karpathos mit griechischem Sound auf den Ohren kein Problem. Vorher ging es zum entspannten Drink in die Anoi All Day Bar an der Hafenpromenade von Karpathos Stadt bzw. Pigadia. Obwohl das Interieur der Bar ein sehenswert mondän-südländisches Flair hat, sitzt man direkt vor der Bar auf der großen Treppe. Sofort bringt der Kellner ein Sitzkissen und eine Empfehlung des Hauses – Pornstar – ein fruchtiger Cocktail mit Lollipop. Ich bin so ziemlich der einzige Tourist, komme aber sehr schnell mit den jungen Leuten ins Gespräch. Einige sind nur im Sommer auf der Insel, den Rest des Jahres studieren sie irgendwo in Europa, Kanada oder den USA.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann eine große Auswanderungswelle in alle Teile der Welt. Viele kamen und kommen immer wieder zurück. Man pflegt und vermittelt die Schönheit der Heimat. Verständlicherweise wird der dreißigjährige Tourismus hier (noch) nicht im großen Massenstil wie auf manch anderen griechischen Inseln praktiziert und man behält eine Ursprünglichkeit.

 

King of the Road – auf Entdeckungstour wilder Kulturlandschaft
Wer keine Lust auf Hoteltrubel oder Gedränge am Pool hat, setzt mit einem Mietwagen auf die beste Wahl, die Insel und seine Bewohner kennenzulernen. Ich flitze lässig mit einem Mietwagen vom Hauptort Pigadia an der Südostküste der Insel zu den Dörfern bzw. Badeorten Arkassa, Finki, Lefkos und Messochori an der Westküste. Befreiendes Fahrerlebnis ist garantiert – das überschaubare Straßennetz ist nagelneu und hält mit kurvigen Bergstraßen durch pittoresker Kultur- und Naturlandschaft Fahrer und Beifahrer in Atem. Allerdings sollte von Offroad Abenteuern abgeraten werden – ich spreche hierbei aus Erfahrung.

 


Fahrt nach Olympos von Diafani
 

Beach Hopping – Wer die Wahl hat, hat die Qual
Strand kann jeder – Karpathos hingegen hat viele verschiedene Strände. Spontan entscheide ich mich zum Beach Hopping. Ohnehin besticht die Insel mit zu vielen Naturschönheiten, als dass man nur am Hotelpool im Gedränge liegen sollte. Auf dem Weg zum Strand Achata wird kurz das Dorf Aperi mit seiner Inselschule erkundet, bevor ich mich vorfreudig die Serpentinen bergab zum Badeort Kyra Panagia rollen lasse. Ein Highlight des Beach Days ist der einsam gelegene Apella Beach an der Ostküste. Gegen den späten Nachmittag habe ich den Südteil des Strandes fast ganz für mich alleine – ungezähmte Ruhe im Paradies! Für eine besondere Perspektive schwimme ich durch das kristallklare 24 Grad warme Wasser zu einem Felsen der Bucht und klettere knapp vier Meter hinauf. Ein kurzes Sonnen und Wärmen auf dem Felsen, ehe die Sonne mit eindrucksvollem Lichtspiel auf der Wasseroberfläche hinter der Silhouette des Bergmassivs verschwindet. Wer eher Sandstrände bevorzugt, ist an der Westküste, zum Beispiel am Amoopi Beach, besser aufgehoben. Die Gemeinschaft der Windsurfer hat die Südküste mit ihrer Devils Bay als beliebten Austragungsort mancher Coups für sich entdeckt.

 


Amoopi Beach
 

Entlegene Schönheiten – Olympos und Diafani
Der glutrote Sonnenuntergang über den Dächern des entlegenen Bergdorfes Olympos im Norden belohnt die abenteuerliche Fahrstrecke. Einst flüchteten die Bewohner der Insel vor Piraten von der Küste in die Berge und durch die engen Gassen des traditionsreichen Dorfes. Vorbei an der Dorfkirche höre ich einen alten dorischen Dialekt, den kaum jemand auf dem Rest der Insel versteht. Die alten Frauen in ihren folkloristischen Gewändern, der Dorfpfarrer und die zerfallenden Windmühlen tauchen diesen Abend in ein surreales Erlebnis von gelebter Vergangenheit und Jetzt. Prozessionen am 15. August sind hier und auf der ganzen Insel ein großes Ereignis.
Ein absolutes Muss ist der Besuch des Hafenortes Diafani und der kleinen, unbewohnten Insel Saria. Letztere befindet sich in einem Naturschutzgebiet und ist nur mit dem Boot von Diafani oder Pigadia aus zu erreichen.

 

Als ideale Reisezeit bietet sich September mit angenehmen Temperaturen bis 28 Grad und weniger Touristen an. Bis Ende September fliegt nämlich auch noch die Austrian Airline Karpathos zweimal pro Woche im Direktflug an.

 

Bilder und Text Maximilian Bätz