Es tut sich was: Nach anfänglichen Unsicherheiten, ob und wie die diesjährige PRIDE in Wien stattfinden kann, stehen nun die Details fest. Am Samstag, den 27. Juni 2020, wird ein Corso mehrmals den Ring umrunden, um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für tatsächliche Gleichberechtigung zu setzen.

Das Warten hat ein Ende, die Unsicherheit auch. Wir feiern eine PRIDE.

Fünfmal wird die Wiener Ringstraße vom Corso, zu dem aus Sicherheitsgründen nur motorisierte Zweiräder und Kraftfahrzeuge zugelassen sind, mit ungefähr 25 km/h umrundet werden. Im Vergleich zu einer regulären PRIDE zwar etwas bitter, aber immerhin ist es uns möglich, trotz der Pandemie sichtbar und laut zu sein.

Organisiert wird der Corso von der HOSI Wien und Stonewall Wien. Sie schreiben: “Die Stigmatisierung und Diskriminierung von LGBTIQ war schon vor Corona groß, doch hat sie während dieser Zeit, ein bisher ungekanntes Ausmaß angenommen. Durch die staatlichen Maßnahmen haben viele LGBTIQ den Zugang zum Arbeitsmarkt, Wohnraum und adäquater Gesundheitsversorgung verloren. Damit werden sie von einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen und sind mehr denn je Anfeindungen, Armut und Gewalt ausgesetzt.”

Der Regenbogen-Corso ist eine Demonstration für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LGBTIQ).
Jeder und jede darf daran als Teilnehmerin teilnehmen, solange der Beitrag zum Demonstrationsthema passt. Sexistische, rassistische und anderweitig diskriminierende Botschaften müssen draußen bleiben. Desweiteren verpflichten sich alle Teilnehmenden, Botschaften mit einer Fläche von mindestens einem Quadratmeter an ihrem Fahrzeug anzubringen.

Unter den folgenden Links findet ihr die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular. Auch Privatpersonen können sich für die Teilnahme am Umzug anmelden. Der Anmeldeschluss ist der 20. Juni 2020.

Lasst uns rausgehen und laut sein!