Seychellen – das Paradies der schönsten Strände, die Gärten der tropischen Vielfalt. Ich fahre über die Anhöhe und es erstreckt sich mir das malerische Szenario: Das azurblaue Meer wäscht weiße Gischt gegen die ikonischen Granitfelsen, die das Wasser über die Jahrtausende abgerundet hat.

Vor meinem Shuttle tut sich das großes Holztor zum Raffles Resort auf und wir fahren durch eine weitläufige Gartenlandschaft zu dem Pavillon, in dem sich die Rezeption befindet. Ich trete ein und mit einem Lächeln auf den Lippen begrüßt mich die Rezeptionistin: „Herzlich willkommen, Martin!“ Sie wissen wer ich bin, sie erwarten mich persönlich.
 

 
Ein freundlicher Mitarbeiter bringt mich mit einem Buggy zu einem der Pavillons, die am Hang des Hügels verteilt stehen. Ich betrete den Bereich meiner „Villa” und gelange gleich auf die große Terrasse mit Ausblick über Garten und Meer. Es gibt einen großzügigen Sitzbereich für gemütliche Abende und einen eigenen Pool für die private Erfrischung (welche ich auch oft und textilfrei in Anspruch nehme). Durch eine gläserne Schiebetür komme ich in den geräumigen Wohnbereich. Wenn man in dem Bett erwacht, sieht man zuallererst durch die große Glasfront das Panorama von Meer und Insellandschaft. Weiter gehe ich nebenan in das Badezimmer. Auch dieses ist groß und elegant mit sandfarbenen Fließen ausgeschmückt. In einem Glaserker befindet sich eine Badewanne, in der man sich geradezu fühlt, als wäre man direkt in der Natur. Durch eine weitere Schiebetür kommt man wieder in den Außenbereich in eine Outdoor-Dusche. Von meinem Pavillon kann ich zu Fuß zum Strand oder ins Restaurant spazieren, jedoch holt mich jederzeit auch ein Buggy ab.
 

 
Das Resort bietet ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm an. Der sportliche Gast kann die Insel und die wunderschönen Strände auf einem Fahrrad erkunden, mit einem Kajak spazieren fahren oder mit einem Tourguide die Korallenriffe der Umgebung mit Schnorchel und Flossen besichtigen, wo man von exotischen Fischen umschwärmt wird. 
 

 
Einen ereignisreichen Tag kann man zum Beispiel mit einer Raffles Signatur Massage ausklingen lassen, die Techniken aus Thai, Bali und weiteren östlichen Einflüssen kombiniert. Vor einem Panoramablick lässt mich die Therapeutin aus den ätherischen Massageölen auswählen und fragt mich, welchen Körperzonen sie besondere Aufmerksamkeit widmen soll. Die aromatischen Öle und die Entspannung klingen noch lange nach. Das Spa verfügt weiters über einen Wellnessbereich und ein Fitnessstudio.
 

 
Am Hotelgelände kann ich zwischen verschiedenen Restaurants auswählen. Besonders gut hat mir das Kreolische Buffet im Losean Restaurant an einem der Themenabende gefallen. Eine lokale Spezialität waren hier die gegrillten Flughunde.
 

 
Jedes Raffles-Hotel hat seinen eigenen Signatur-Cocktail nach dem Vorbild des Stammhauses in Singapur – den Singapore Sling. Diesen kann man nicht nur genießen, sondern ein freundlicher Barkeeper machte mit mir meinen eigenen Cocktail-Kurs und wir mischten gemeinsam unseren Drink. Markant für das Seychellen-Hausgetränk – den Praslin Sling, sind der eigen produzierte Gin, Kokos und einheimische Kräuter.
 

 
Das Hotel ist besonders stolz auf sein vielfältiges Frühstücksbuffet. Die gesamte Bäckerei wird täglich hausgemacht, außerdem gibt es eine Vielzahl an frischen exotischen Fruchtsäften und Früchten. An drei unterschiedlichen Stationen kann man sich Speisen wie Omelett, Pancakes oder asiatische Gerichte frisch zubereiten lassen.
 

 
Doch wie könnte man den Morgen noch steigern? Mit einem Frühstück im privaten Pool. Ein Mitarbeiter nimmt meine telefonische Bestellung auf und kurz darauf genieße ich mein individuelles Floating Breakfast im kühlen Nass, während ich die Aussicht und Privatsphäre genieße.
 

 
Eine Besonderheit ist der Nationalpark Valle de Mai im Herzen der Insel. Der ganze Ausflug wird vom Hotel organisiert, ich wurde mit einer Limousine hin geshuttelt und dort direkt von meinen lokalen Tourguides empfangen. Hier lernte ich etwas über die Entstehung der Seychellen, die sich durch die Loslösung des Subkontinents Indien bildeten. Durch die lange Isolation blieb eine sehr alte und eigene Fauna erhalten. Einzigartig für die Pflanzenwelt der Insel ist die einheimische Urpalme Coco de Mer mit ihren riesigen Doppelkokosnüssen, welche ein Gewicht von bis zu 20 kg erreichen kann. Einst wurden diese Kokosnüsse an die Küste Indiens und Afrikas gespült, wodurch viele Mythen um diese geheimnisvollen Nüsse und deren Ursprung entstanden. Heute ist die Pflanze unter strengem Naturschutz. Der Verzehr dieser köstlichen Kokosnuss ist verboten.
 

 
Das Klima der Region ist über das ganze Jahr recht warm, was die Seychellen in jeder Saison zu einem wunderbaren Reiseziel macht. Das Hotelresort eignet sich für alle möglichen Gäste, von einer romantischen Hochzeitsreise bis zu einem Ausbrechen aus dem Alltag mit einer Gruppe von Freunden oder Paare wird jeder zufrieden sein, der tropische Luft schnuppern will. Die Hotelmitarbeiter geben sich besonders Mühe, das Erlebnis für jeden Gast einzigartig zu machen. So werden unerwartet Geburtstage gefeiert oder Hochzeitsreisenden werden liebevoll Überraschungen vorbereitet.
 

 
Raffles legt besonders wert auf Nachhaltigkeit. Besonders ist mir aufgefallen, dass Glasflaschen und Papierstrohhalme verwendet werden, wodurch weniger Müll produziert wird. Außerdem beteiligt sich das Hotel an Projekten, die die umgebende Tier- und Pflanzenwelt schützen und unterstützen. Hier werden zum Beispiel abgestorbene Teile des Korallenriffs neu gezüchtet. Außerdem adoptiert das Hotel Riesenschildkröten und nimmt regelmäßig an Müllsammelaktionen auf den Stränden teil.
 

 
Die persönliche Betreuung reicht bis zur Abreise: Man kann nämlich optional einen Helikopter mieten, der einen samt Gepäck direkt vom Resort zum Flughafen bringt. Der Flug ist nicht nur praktisch und Luxus pur, sondern bietet einem auch einen atemberaubenden Ausblick über die Inseln.
 

 
Fazit: Tropischer Garten, traumhafter Strand und Privatsphäre im luxuriösen Ambiente. Alleinstellungsmerkmal sind die Zimmer, welche bei 125 m2 beginnen und alle über einen privaten Pool verfügen. In meiner „Villa” habe ich weder einen anderen Gast gesehen noch gehört. Perfekt, um so richtig die Seele baumeln zu lassen und einen romantischen Urlaub zu zweit zu verbringen.
 


 
Text: Justin Rainer + Martin Darling
Fotos: Martin Darling