Für immer mehr Menschen ist das Internet ein Ort der Ablenkung, eine Flucht aus der realen Welt. Es ist so gut wie alles ist möglich. Jedoch hat das Internet auch seine dunklen Seiten wie eine Studie, durchgeführt mit über 695 LGBTQ+ Leuten auf der ganzen Welt, zeigt.

Dieser Studie zu folge wurden 73% der Befragten schon aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder ihrer sexuellen Orientierung im Web angegriffen oder angepöbelt. Weitere 50% aller Befragten wurden online schon sexuell belästigt. Diese Zahlen sind ein Sinnbild für die Unsicherheit die LGBTQ+ Leute im Web fühlen müssen. Laut der Umfrage fühlen sich asexuelle Leute im Web am unsichersten bezüglich ihrer sexuellen Orientierung, homosexuelle Männer am sichersten. Im Hinblick auf die geschlechtliche Identität fühlen sich Transgender-Frauen am wenigsten sicher und Cisgender-Männer am sichersten im Web.


 

Eine Hauptform der Onlinekommunikation sind heutzutage soziale Medien. Sie bieten Raum um gleichgesinnte Menschen zu finden, Unterstützung und Zuspruch zu bekommen, aber auch Angriffsfläche für Cybermobbing. Mobbing ist in der Online-Welt viel stärker vertreten als im realen Leben. Studien haben gezeigt, dass viele nur deswegen so mutig sind, weil sie ihren Opfern nicht in die Augen schauen müssen. Um dich nicht angreifbar zu machen ist es wichtig die Privatsphäre in sozialen Medien genau zu kontrollieren und zu prüfen wer deine Inhalte sehen kann. Erstelle private Listen und Gruppen, viele Social Media Plattformen ermöglichen es dir anhand von Listen zu entscheiden wer deine Inhalte sehen kann. Solltest du trotzdem Opfer von unangemessenen oder beleidigenden Kommentaren werden hilft es meistens schon den Nutzer zu blockieren und der Plattform zu melden
 

SOCIAL-MEDIA-INVESTIGATION

 

Online Dating mit Apps, Dating Websites und soziale Medien gehören mittlerweile zu modernen Beziehungen dazu. Viele der befragten Leute, die eine glückliche Langzeitbeziehung führen, haben ihre Partner im Web getroffen. Allerdings haben auch 50% der Befragten angegeben online schon sexuell belästigt worden zu sein. Online Dating sollte Spaß machen, aber es ist auch wichtig, dass du dich schützt. Bevor du dich mit jemanden triffst, den du online kennengelernt hast, führe eine kleine social-media-investigation durch. Oft kannst du dadurch schon die Identität deines Crushes bestätigen und vieles über ihn herausfinden. Sollte die social-media-investigation erfolgreich gewesen sein und du entschließt dich zu einem Treffen, dann mach das an einem öffentlichen Ort, keinesfalls daheim. Erzähle am besten einem Freund mit wem du dich triffst, wo ihr euch trefft und wann das Treffen stattfindet. Im Zweifelsfall gibt es weltweit Codes mit denen du heimlich in Bars oder Restaurants bei der Bedienung um Hilfe bitten kannst, informiere dich vor deinem Date welche Optionen du hast. Zum Glück gibt’s mittlerweile auch Dating Apps mit eingebauten Security-Mechanismen und intuitiven Programmen, die sich um deine Sicherheit kümmern, während du unterwegs bist. Wir haben eine kleine Liste mit solchen Dating, als auch Sexting Apps für dich zusammengestellt:

DATING APPS

 

– Taimi
– LGBTQutie
– Scissr
– Chappy
 

APPS UM FOTOS SICHER AUFZUBEWAHREN

 

– KeepSafe
– Gallery Lock Lite
– Best Secret Folder
– KYMS
– Vaulty
 

SEXTING APPS MIT SELBSTZERSTÖRUNGSMECHANISMUS DEINER FOTOS

 

– SnapChat
– Stealthchat
– Wickr
– Kaboom
– Burnchat
 

In einer perfekten Welt würden Mitglieder der LGBTQ+ Community online keinem erhöhten Risiko ausgesetzt sein, doch in der leben wir leider nicht. Allerdings sollte es dir mit oben genannten Tools und Tipps leichter fallen dich sicher im Web zu bewegen. Solltest du auch betroffen sein, kannst du dich in Österreich an folgende Stellen wenden:

  • Telefonseelsorge: 142
  • Opfernotruf des Bundesministeriums für Justiz: 0800 112 112

Text: Philipp Fessler