Bücher regieren die Welt. Auch, wenn die meisten von ihnen fiktiv sind, kann man aus vielen etwas ganz besonderes Lernen. Sei es die Biografie deines Lieblingssportlers oder der neue Fantasy-Roman, der dich von deinem langweiligen Alltag in eine ganz neue Dimension transportiert: Bücher haben die Macht, dich überall hinzubegleiten, wo du auch bist. Obwohl aus vielen bekannten Büchern Blockbuster Filme produziert wurden, ist sich die Mehrheit immer noch einig: „Das Buch ist besser als der Film!“ Wir haben nach Büchern gesucht, die unser Leben auf irgendeine Weise geprägt haben. Hier sind unsere Top Picks, die du perfekt am Strand lesen kannst!

 

It’s a kind of a funny story

 

Craig ist 15 und depressiv. Die Krankheit manifestierte sich eher schleichend, aber Craig erkannte die Symptome früh und vertraut sich seinen Eltern an. Als seine Selbstmordpläne erschreckend konkrete Formen annehmen, fasst er einen mutigen Entschluss: Er begibt sich in die Notaufnahme eines Krankenhauses und weist sich selbst ein. In den folgenden fünf Tagen lernt er viel über sich selbst, das Leben und darüber, was „verrückt sein“ bedeutet.
Der Autor selbst Ned Vizzini verbrachte vor der Entstehung dieses Jugendbuches fünf Tage in einer psychiatrischen Einrichtung, um wegen seiner Depressionen behandelt zu werden. Doch wer nach einer realistischen und authentischen Dokumentation über das Leben in einer derartigen Klinik sucht, sollte lieber nicht zu diesem Buch greifen. Die Geschichte um Craig soll mehr Mut als Angst machen und spiegelt nicht immer den realen Psychatriealltag wider. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangeht und enttäuscht wird.

 

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Gloria Steinem: My Life on the Road

 

Diese Frau hat schon ziemlich alles gemacht.Gloria Steinem ist eine Sozialaktivistin, Schriftstellerin, Dozentin, wandernde Feministin, Veranstalterin und eine Anführerin und ein Vorbild für Frauen seit fünf Jahrzehnten. Sie hörte Martin Luther King Jr. im März 1963 in Washington; Sie stand im Weißen Haus im Büro des Redenschreibers Ted Sorensen als John F. Kennedy ihm vor seiner Reise nach Dallas im Jahr 1963 Lebewohl sagte und sie organisierte die Konferenz der National Women in Houston im Jahre 1977. In My Life on the Road schreibt Steinem von ihrem rastlosen Leben, ausgefüllt mit Reisen und unvergesslichen Begegnungen, aber auch dem ewigen Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen und Männer. Dieses Buch ist eine Mischung aus Memoiren, Philosophie des Feminismus, eine Verneigung vor Freunden und Mentoren auf ihrem Weg und natürlich eine Lektüre voller Weisheiten.

 

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Der kleine Prinz

 

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ – Wer hat nicht als kleines Kind Der kleine Prinz vorgelesen bekommen? Kein Wunder, was uns Antoine de Saint-Exupéry aber in Tat und Wahrheit lehrt, sind kleine, von einer verbindenden Grundmoral geprägten Wahrheiten des Alltags.Der Autor selbst, Antoine de Saint-Exupéry, berichtet von seiner Begegnung mit dem kleinen Prinzen: Saint-Exupéry flog mit seinem Flugzeug über Afrika, als ein Motorschaden ihn zu einer Landung in der Wüste Sahara zwang. Dort traf er auf einen kleinen jungen mit blondem Haar, den kleinen Prinzen von seinem fremden Planeten. Der kleine Prinz erzählt von seinen Erlebnissen, seinen Erkenntnissen und von seiner größten Sehnsucht, einer Rose.
Die Geschichte wird von Illustrationen des Autors begleitet, die ihr einen ganz besonderen Charme verleihen. Sie dienen jedoch nicht der bloßen Belustigung und Veranschaulichung, wie es bei vielen Kinderbüchern der Fall ist, sondern sind eng mit der Handlung verknüpft. Saint-Exupéry lässt uns durch seine Bilder ganz persönlich an seiner Begegnung mit dem Prinzen teilhaben.

 

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The Princess saves herself in this one – Amanda Lovelace

 

Wenn du Gedichte nicht magst, lies dieses Buch – und wenn du Gedichte magst, musst du auf jeden Fall dieses Buch lesen!
In diesem Gedichteband beschreibt sich die Autorin selbst als Prinzessin in Not, mit dem Ziel, einmal zur Königin gekrönt zu werden. Von der kleinen Prinzessin, zum jungfräulichen Burgfräulein und schließlich zur Königin. Amanda Lovelace erzählt sie ihre Schicksaalschläge auf dem Weg ins Erwachsenwerden in Form von Gedichten. Dazu benutzt sie Parallelen, die wir als kleine Kinder von Märchen wahrgenommen haben. Die junge Dichterin wurde nämlich von ihrer Mutter vernachlässigt und verbal missbraucht, ihre Mutter und Schwester starben als sie ein Teenager war und und ihr wurden schon einige Male das Herz gebrochen. Ihre Mutter beschreibt sie als die Königin, ihre ehemaligen Liebhaber sind die Drachen die sie verletzt haben. Es ist eine emotionale Sammlung von Erlebnissen einer jungen Frau und wie sie die Tücken des alltägliches Lebens meistert und sich am Schluss zur selbst anerkannten Königin krönt.

 

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Boys don’t cry: Jack Urwin

 

Jack Urwin veröffentlichte im Oktober 2014 auf VICE seinen Artikel Stiff Upper Lip is killing British Men. In dem Text bezieht er sich ganz konkret über den frühen Tod seines Vaters, den Urwin auch mit toxischen Männlichkeitskonzepten vergleicht. Dort stellt er erstmals seine These auf, das gesellschaftliche Gleichsetzen von Männlichkeit mit dem Unterdrücken von Gefühlen wirke sich wortwörtlich lebensverkürzend auf Männer aus, und schadet ihnen besonders in Beziehungen und ihrem familiären Umfeld. Nach der Veröffentlichung des Artikels bekam der Autor viel Zuspruch. So bekam er die Idee, seine Gedanken in einem ganzen Buch aus- und fortführen. „Boys don’t cry“ ist ein lohnenswertes Einstiegsbuch zum Thema Männlichkeit, das sich auf unterschiedlichen Wegen der „toxic masculinity“ annähert und diese etwas begreiflicher und konkreter macht.

 

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Die kleine Meerjungfrau

 

Jeder kennt von uns den Disney Film der kleinen Meerjungfrau: Arielle verliebt sich in einen Prinzen, tauscht bei der Meerhexe Ursula ihre Stimme gegen ein Paar Beine, dann gibt’s am Schluss einen großen Kampf, der Prinz verliebt sich in Arielle und HAPPY END. Aber kennt ihr auch die wahre Geschichte und die Inspiration dahinter? In dem original Märchen von Hans Christian Anderson schafft es die kleine Meerjungfrau nicht, dass sich der Prinz in sie verliebt. Dieser heiratet eine andere. Die Meerjungfrau stürzt sich aus Herzschmerz vom Schiff und löst sich in Meeresschaum auf. Tragisch, nicht wahr? Aber doch irgendwie lebensnah? Die Inspiration zu dem Märchen kam Hans Christian Andersen, als er sich in den Schauspieler Edvard Collin verliebte. Sie schrieben einander Liebesbriefe. Doch eines Tages bekam Andersen eine Einladung zu Collins Hochzeit, der eine Frau heiratete. Das brach Andersen das Herz.

 

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Text: David Baczyk

Bilder: Unsplash