Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für uns ist es daher an der Zeit, einen Rückblick über das vergangene musikalische 2017 vorzunehmen. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, welche Alben uns im vergangenen Jahr aufgefallen sind, beschäftigt haben, zu welcher Musik wir getanzt, getrunken, geheult und welche Artists und mit neuen Songs überrascht haben. Hier das ganz persönliche Ranking unserer Top 10 Alben des Jahres.

 


PLATZ 10
Nothing But Thieves: “Broken Machine”
VÖ: September 2017
VANGARDIST-Prädikat: Geil auf laut. Noch geiler auf leiße.

 

Die fünf jungen Briten schlossen sich im Jahr 2012 zu Nothing But Thieves zusammen und verzeichneten in kürzester Zeit enorme Erfolge. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum kletterte bis auf Platz 7 der britischen Longplayer-Charts. Die neue Platte von den Jungs rund um Sänger Conor Mason verzauberte ebenfalls wieder Fans und Kritiker und ließ alle Indie-Herzen höherschlagen. Der rockige Sound mit der unvergleichlichen Stimme von Sänger Conor macht diese Platte zu einem ganz besonderen Musikstück des letzten Jahres. Im Dezember erlebten wir die Band live in der Arena Wien. Dort sprangen wir einerseits wild zu den rockigen Beats und andererseits schmolzen wir mit Gänsehaut am ganzen Körper nur so dahin.

 


Unsere Lieblingssongs:
Sorry
Particles
Hell, Yeah

 



 

PLATZ 9
Miley Cyrus: “Younger Now”

VÖ: September 2017
VANGARDIST-Prädikat: Erwachsenerer und besserer Pop als erwartet.

 

Die gar nicht mal mehr so junge Miley Cyrus klingt auf ihrem neuen Album “Younger Now” (SURPRISE!) ebenfalls gar nicht mal mehr so jung …und das ist auch gut so. Auf der Haben-Seite der 25 jährigen Sängerin, Schauspielerin und Aktivistin aus Tennessee stehen mehrere Kinofilme und Serien, insgesamt fünf Studioalben, ein Mix-Tape und unzählige Auszeichnungen. Auf ihrer neuen Platte klingt Miley ruhiger und ehrlicher, man nimmt ihr ihre Zeilen ab und merkt, dass sie hinter ihren mittlerweile selbstgeschriebenen Texten steht und ihre Kunst ernst nimmt.

 


Unsere Lieblingssongs:
Younger Now
Malibu
Miss You So Much

 



 

PLATZ 8
London Grammar: “Truth Is A Beautiful Thing”

VÖ: Juni 2017
VANGARDIST-Prädikat: Wenn nur mehr ein Album ein Leben lang hören, dann dieses.

 

Hach, der Sommer wurde durch die neue Platte von London Grammar einfach noch besser. Mit “Truth Is A Beautiful Thing” haben die drei Briten ein Album dieses Jahr rausgehauen, das nicht besser hätte sein können. Die Stimme von Sängerin Hannah Reid streichelt bei jedem einzelnen Song unsere Stimmung, geht ins Ohr und hinterlässt uns zwischen lachenden und weinenden Augen, durch die Straßen tanzend und im Bett verkriechend, mit gebrochenem und wieder kegittetem Herz. Der Perfekte Sound, der in so viele Situationen passt und in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen sollte.

 


Unsere Lieblingssongs:
Big Picture
Oh Woman, Oh Man
Non Believer

 



 

PLATZ 7
Sam Smith: “The Thrill Of It All”

VÖ: November 2017
VANGARDIST-Prädikat: Heiratsantrag ist bereits raus.

 

Den Winter verzaubert uns gerade der Brit-Pop-Gott Sam Smith mit seinem heiß ersehnten zweiten Studioalbum “The Thrill Of It All”. Fast drei Jahre mussten wir auf neues Material ausharren, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. Sam kam zurück mit seinen gewohnt wunderschön anrührenden Hymnen, seiner unfassbar vielseitigen Stimme und ehrlicheren Texten denn je. Auf dem aktuellen Album verarbeitet der Ausnahmekünstler schwierige und weniger schwierige Beziehungen und nimmt uns dabei so persönlich wie noch nie mit in seine Herzenswelt. Nächstes Jahr kommt Sam Smith endlich nach Wien und wir können es kaum erwarten, ihn vor der Bühne anzuschmachten.

 


Unsere Lieblingssongs:
Too Good At Goodbyes
No Peace
Pray

 



 

PLATZ 6
Elif: “Doppelleben”

VÖ: Mai 2017
VANGARDIST-Prädikat: Ehrlichkeit zahlt sich aus …zumindest musikalisch.

 

Die Berliner Sängerin Elif kam dieses Jahr auch endlich wieder zurück und zwar in Form ihres zweiten Studioalbums “Doppelleben”. Längst ist Elif kein Geheimtipp mehr und begeistert seit ihrer Debütplatte aus dem Jahr 2013 nicht nur Fans aus dem deutschsprachigen Raum. Ihre klare Stimme gepaart mit echten Gefühlen, die die Sängerin auf dieser Platte so nah und direkt rüberbringt, dass man jede Zeilen direkt ins eigene Leben integrieren und interpretieren kann, finden wir besonders schön. Danke für so viel Ehrlichkeit.

 


Unsere Lieblingssongs:
Anlauf nehmen
Auf halber Strecke
In deinen Augen

 



 

PLATZ 5
Kesha: “Rainbow”

VÖ: August 2017
VANGARDIST-Prädikat: “I don’t need a man to be holding me too tight.

 

WOW! Das war wohl eines der geilsten Comebacks des Jahres. Kesha brach mit ihrem dritten Album “Rainbow” über uns im Sommer dieses Jahres herein …und es war der schönste und bunteste Sturm 2017. Nach dem Durchbruch im Jahr 2009 mit dem Hit ”TiK ToK” startete die mittlerweile 30-jährige Kalifornierin mit mehreren Top-Ten-Hits ihre internationale Karriere. Schön, dass die Musikerin nach einigen Jahren (Zwangs-)Pause nun wieder mit anderen und erfreulicheren und (nur) mehr musikalischen Meldungen in den Schlagzeilen ist. Diese Powerfrau steht ganz oben auf unserer Konzert-Wishlist!

 


Unsere Lieblingssongs:
Praying
Rainbow
Boogie Feet

 



 

PLATZ 4
Kendrick Lamar: “Damn”

VÖ: April 2017
VANGARDIST-Prädikat: Hip Hop hat einen neuen Herrscher.

 

Der kalifornische Rapper Kendrick Lamar hat dieses Jahr mit “Damn” ein Hip Hop Brett vorgelegt, das ihm so niemand schnell nachmacht. Mit seinen experimentell zusammengebastelten Beats aus dumpfen Bässen im trotzdem harmonischen Soundgewand und in Kombination mit seinen aggressiven und unglaublich schnellen Rap-Skills ist der MC damit in diesem Jahr für uns der einzige Hip Hop Ausnahmekünstler, der das gesamte Package drauf hat. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Dancefloor, um dort zu seiner extrem tanzbaren Mukke auszurasten.

 


Unsere Lieblingssongs:
XXX.
Humble.
DNA.

 



 

PLATZ 3
Harry Styles: “Harry Styles”

VÖ: Mai 2017
VANGARDIST-Prädikat: Huch, der kann ja auch alleine ganz gut.

 

Und er hat es tatsächlich geschafft – aus den Teenie-Fußstapfen von One Direction heraus hin zu einem ernstzunehmenden und überaus talentierten Solokünstler. Mit seinem selbstbetitelten und ersten eigenen Debütalbum überraschte Harry Styles im Frühjahr Kritiker und beglückte und erfreute treue Fanherzen. Mit der Platte schaffte der britische Popsänger etwas, was nur die wenigsten problemlos schaffen, nämlich den Übergang vom Boyband-Schönling zum eigenständigen Soloartist mit markanter Stimme, erwachsenen Texten mit erwachsenerer Fanbase mit super eingängigen teilweise rockigen Pop-Nummern. Bitte mehr davon!

 


Unsere Lieblingssongs:
Meet Me In The Halfway
Sign Of The Times
Sweet Creature

 



 

PLATZ 2
Taylor Swift: “Reputation”

VÖ: November 2017
VANGARDIST-Prädikat: Es leben die verschwitzten Nächte am Dancefloor.

 

Taylor Swift hat uns (wie vermutlich alle anderen auch) dieses Jahr so überrascht, wie kein anderer Artist. Mit “Reputation” kam die 28-jährige Allround-Musikerin aus Pennsylvania Ende Herbst zurück und hat uns alle mit dem Taylor-Fieber angesteckt. Die Sängerin ist eine der fleißigsten Musikerinnen im Biz – sechs Studioalben in elf Jahrn ist echt nicht schlecht. Dafür wurde sie auch mit unzähligen Awards überhäuft. Ob unter der Dusche, im Club, im Büro, auf dem Weg in die Uni oder im Auto – dieses Pop-Album lief die letzten beiden Monate bei uns auf Repeat.

 


Unsere Lieblingssongs:
…Ready For It?
Look What You Made Me Do
Gorgeous

 



 

PLATZ 1
Lorde: “Melodrama”

VÖ: Juni 2017
VANGARDIST-Prädikat: Schönste und tanzbarste Melancholie des Jahres.

 

Hach Lorde, du hast uns gefehlt und uns ganze vier Jahre auf dein zweites Album warten lassen. Aber gut, der zweite Punkt sei dir verziehen, denn wir lieben dich und deine Musik einfach zu sehr. Mit “Melodrama” hat die erst 21-jährige junge Ausnahmekünstlerin aus Neuseeland ein weiteres Mal unsere Herzen erobert, unsere Tanzbeine schwingen und uns zu ihrer Musik betrinken lassen. Dieses Album ist so vieles: Ein täglicher Wegbegleiter seit Sommer, ein Stimmungsmacher an tristen Tagen, die perfekte Portion Gefühl und rohe Ehrlichkeit für melancholische Momente und eine persönliche Wiederfindung in jedem Song des Albums. Im Oktober sahen wir Lorde live im Zenith in München. Von ruhigen Gänsehautmomenten bis hin zu wilden Tanz- und Partynummern hat uns dieses Konzert mehr mitgenommen, als gedacht. Und das auf die positivste Art und Weise, die es nur gibt. DANKE LORDE!

 


Unsere Lieblingssongs:
Sober
Liability
Perfect Places

 



 

 


Text Michael Haller