Das ukrainische Partykollektiv Vorozjba aus der ostukrainischen Metropole Charkiw veranstaltet zum zweiten Mal in Berlin ein Event – für einen karitativen Zweck kann man im Badehaus zu elektronischer Musik raven.
Neues im Badehaus
Am 30. Juli ist es soweit und im Badehaus, der legendären Venue in Berlin-Friedrichshain, öffnen sich die Türen zu einem Event, dass die deutsche Hauptstadt so wahrscheinlich noch nie gesehen hat. Das Electronic-Kollektiv Vorozjba (dt: Wahrsagerei, Hexerei) lädt zu einer sogenannten Vetschornytsi, für Queers aller Nationen in Berlin. Gemeinsam mit der NGO Vitsche sammeln sie Geld für die humanitäre Versorgung der Menschen in der
Ukraine, die von dem russischen Krieg und Genozid betroffen sind. Deshalb spielen in dieser Nacht auch DJs, die gezwungen waren, ihr Zuhause wegen der russischen Aggression zu verlassen. Die Gäste unserer Veranstaltung lernen die musikalischen Welten von DJs wie Udda, Byron Yeates, Ana B und Olha kennen.
Altes Brauchtum x Queer Electro
Die Vetschornytsi haben eine lange Geschichte, reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück und zählen zum Kulturerbe der Ukraine. “Traditionelle Ukrainische Vetschornytsi-Nächte, alte Rituale der ukrainischen Jugend, und ein Prototyp moderner hedonistischer und sex-positiver Parties, wurden jahrelang vom russischen Reich verboten und gewaltsam beendet”, erklärt einer der Vorozjba-Gründer:innen, Vladyslav Romankov: “1719 erließ der russische Zar einDekret, das Vetschornytsi-Nächte wegen ‘Perversion’ und ‘Lustbarkeit’ untersagte”. Die Party bietet die einmalige Möglichkeit, die ukrainische Geschichte von einer queeren Perspektive auszusehen und gleichzeitig die ukrainische Electro-Szene – eine der wichtigsten Europas – international zu verankern.
Vorozjba x Vitsche: Queer Vetschornytsi – 30. Juli 2022, 23:00 – Badehaus Berlin, Revaler Strasse 99
Ticket gegen Spende: 8-12€