10 Jahre nach dem Abschied von Agent Provocateur wagt sich Designerin Serena Rees wieder an Unterwäsche – mit einem (für sie) radikal neuen Blickwinkel. Ihr Ziel ist es zwar, wie schon 1997 mit Agent Provocateur, den Unterwäschemarkt erneut aufzumischen – diesmal jedoch mit genau gegenteiligem Konzept: Anstatt übersexualisierter, geschlechtlich eindeutig zugeordneter Designs entwarf sie dieselben baby-rib Unterhosen, Basic Tee’s, Hoodies und straßentaugliche Pyjamas für Les Girls und Les Boys.

„Ich habe meine Kinder und deren Freunde beobachtet, ihren Zugang zur Mode und wie ungezwungen sie mit Geschlechterrollen umgehen – das hat mich inspiriert“, verrät Rees den NY Times. Daraufhin erst wurde der Geschäftsfrau die große Diskrepanz zwischen der liberalen Attitüde der Millenials und dem bestehenden Angebot der Modebranche bewusst – Rees’ Idee zu unvoreingenommener „genderless underwear“ war geboren.

Nach kurzem Zögern, ob sie tatsächlich nochmal einen Schritt in die Lingerie Branche wagen und somit in direkte Konkurrenz zu ihrer eigenen Vergangenheit treten sollte, feilte die Unternehmerin schon am Konzept. Die fertige Kollektion erhält nun Zuschreibungen wie „fluid sexual identities“, „open-minded“, „diverse“ – und soll obendrein als „bed to street“ Looks verstanden werden.
Neben dem exklusiven Retailer Selfridges in London setzt Les Girls Les Boys – ganz im Sinne der Millenial Zielgruppe – vorwiegend auf online Vertrieb – auf der eigenen Seite oder Plattformen wie Stylebop oder Zalando. Preislich bewegt sich LGLB zwischen 20 bis 140 €.

Mehr unter www.lesgirlslesboys.com

 


 

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Text Damien Hunters | Instagram