Cold Brew heißt jener Trend, der aus Amerika endlich zu uns übergeschwappt ist und die österreichische Kaffee-Szene stetig umkrempelt. Als bekennender und leidenschaftlicher Coffee-Addict freut es mich umso mehr, den vielversprechendsten New Comer der Sparte für den internationalen Tag des Kaffees genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen…

Am 1. Oktober werden die Verdienste unseres Lieblings-Muntermachers international gefeiert. Und es ist auch wirklich Zeit, es einmal auszusprechen: Danke, Kaffee – im Namen aller verzweifelter Schüler, prokrastinierender Studenten und überarbeiteter Workaholics. Danke für all die zum Tag gemachten Nächte und den kleinen Genussmoment für zwischendurch, den du uns treu und zuverlässig bescherst – egal, ob als kleiner Schwarzer oder überteuert im fotogenen Starbucks-Pappbecher.
Kaffeetschi-Gründer Amar Cavic hat mich zu diesem Zwecke in die hauseigene Rösterei eingeladen, um alles über Österreichs Neuheit der Kaffeebranche zu erfahren. Dort werde ich sogleich vom Kaffeebohnen-Duft und einem euphorischen Amar begrüßt, dessen Augen bei den Anekdoten über seinen erfolgreichen Werdegang und die Kunst der Rösterei mit der weißen Schürze um die Wette strahlen.

 

Revolution am Kaffeemarkt

 

Auf „Cold Brew“, also kaltgebrühten Kaffee, stieß der 27järhige das erste Mal während eines einjährigen New York – Aufenthalts im Jahr 2013. „Hier habe ich sogar noch ein Bild, auf dem man sieht, wie ich selbst mit Cold Brew experimentiert habe“, zeigt mir Amar stolz ein Bild auf seinem Instagram-Account, für das er ziemlich weit hinunter scrollen muss. Amar ist authentisch, seine Begeisterung ist echt – dafür steht Kaffeetschi, und schmeckt auch so. Irgendwie süß und gleichzeitig sehr bitter und intensiv – das puristische Geschmacks-Versprechen wird jedenfalls eingehalten.

 

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Was ist anders?

 

Veganer und Diätler werden bei Kafeetschi auf ihren Geschmack kommen, denn: Der Kaffee kommt ganz ohne Milch oder zusätzliche Süßungsmittel aus. Dass sich der typische, kaffeekonsumierende Hipster-Berliner mit Pumpkin-Spice-Frappuccino Maßstäben damit jedoch auf Dauer nicht zufrieden geben wird, ist Amar bewusst: „Wir testen immer noch stetig, wollen weiterwachsen und neue Präferenzen auf den Markt bringen.“ Was das angeht, bin ich natürlich gerne behilflich – und koste mich zum Abschluss durch Amars kreativste Kombinationen. „White Russian“ mit Mandelmilch – bei Amars Kreationen ist alles dabei.

Als ich die Rösterei verlasse, habe ich neben einer reichlichen Kaffeetschi-Ausbeute und neuem Wissen über Kaffeebohnen auch einen mächtigen Koffeeinschock mitsamt Campari-Schwips mitgenommen. Die schlaflose Nacht war es jedoch wert – danke an Kaffeetschi für den Einblick, am internationalen Tag des Kaffees proste ich euch mit meiner Tasse zu.


Text: Mona Harfmann