Diesen Samstag, dem 3. November 2018 gibt’s im WERK die neue Party “As Above, So Below” und diese hat sich auf die Tanzfahne geschrieben, die Wiener Club Kultur neu zu definieren. Hier kommen vermeintliche Gegensätze zusammen, die auch zusammengehören: Queer trifft auf Techno, Disco, Funk und House, Licht auf Schatten, Materie auf Geist und Oben auf Unten. Alles umgedreht aber trotzdem Eins! Die gewohnt liberale Location beherbergt etliche andere LGBT-Partys und steht im Wiener Szene-Club-Ranking sowieso ganz weit oben.

Bevor wir nun morgen Abend ins WERK pilgern, haben wir Veranstalter und DJ Oliver Viol (aka Nego Yokte/Akali Akali) fünf Fragen gestellt:


© Nedim S.

Woher kam die Idee, diese Party ins Leben zu rufen?
Die Idee kam aus der Vision den Begriff “Club” als “Gemeinschaft”, als “Familie von Gleichgesinnten” in Wien zu verbreiten und zu etablieren. Für mich spielen die Menschen im Club die wichtigste Rolle. Das Miteinander, der Diskurs, der Austausch, das gemeinsame konsumieren von Musik, Kunst usw., das zelebrieren des Lebens. Das Zusammensein im jetzt. Klingt jetzt vielleicht etwas kitschig oder abgehoben, aber darum geht’s im Endeffekt beim Ausgehen.

 

Was macht “As Above, So Below” zu etwas besonderem, was die Wiener Club Kultur noch nicht kennt und was können wir dort erwarten?
Ich möchte den theatralischen Faktor wieder mehr in die Clubszene bringen. Ein Spektakel draus machen. Mehr live-Musik, mehr Performance, Auftritte, Kostüme. Jeder soll sich wohl fühlen, aber vielleicht auch Dinge zu sehen oder spüren bekommen, die man sonst weniger erlebt. Das Ziel ist eine Parallel-Welt zu schaffen, die für ein paar Stunden aufblüht und in Fülle glänzt.

 

Wo lässt sich “As Above, So Below” einreihen? Queeres Feiern, Techno-Party, Szene-Rauschen oder doch von allem etwas?
Ich tue mir schwer da Grenzen zu setzen, da es idealerweise eine Mischung von verschiedenen Gewürzen ist. Techno-Fans kommen definitiv auf ihre Kosten, dafür steht das Werk und unsere Marke. Aber es geht weiter als das, da wir auch Künstler haben, die verspielte, nicht so “harte” Musik schaffen und darbieten. Unter anderem Disco, Funk, Soul, House, Breaks. Es wird bunt.

 

Was zeichnet für dich die Wiener Partyszene aus?
Ich finde das Wiener Publikum erstaunlich offen gegenüber neuen Konzepten und Ideen. Es gibt in der Stadt eine Menge Subkulturen, die dank der geographischen Lage und verschiedenen Einflüssen entstanden sind und sich entfalten können. Ein besonderes Merkmal der Wiener Kultur ist jedoch das Mischen von Einflüssen, um neue Ideen auf die Beine zu stellen. “Fusion” nennt man das ja so schön. Das zieht sich von der Musik- und Kunstszene, durch Design und Architektur bis zur Gastronomie. Für so manche Veranstaltungen der besonderen Art ist Wien ja weltweit bekannt.

 

Wird es die Party als Reihe geben oder ist es ein einmaliges Event?
“As Above, So Below” ist als Reihe geplant. Sie wird circa alle zwei Monate im Werk stattfinden. Die Vorbereitung und Planung nimmt bisschen Zeit in Anspruch und es soll ja jedes Mal was besonderes sein.

 

 

LINE UP:

 

△ Floor [ECLECTIC/BREAKS/HOUSE/DISCO]:
David Silver [Endless Music | Sisyphon | BERLIN]
Yan Fragnon [Rainbow Rangers | Jux & Tollerei]
XCIII [BRU BRU BRU BRU]

▽ Floor [TECHNO]:
Luca Olivotto [Endless Music | BERLIN]
Grace Schella [Brutalists | female:pressure]
RIC49 [Disorder | Rainbow Rangers]

 

Tickets für die Party gibt’s für zwischen € 5,- und € 10,-
Um 23:00 Uhr startet die Sause
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Text und Interview Michael Haller
Headerbild Lukas Eisenhuber