Call Me by Your Name  heißt der neueste Film von Regisseur Luca Guadagnino, der auf dem gleichnamigen Buch, das schon 2007 das Licht der Welt erblickte, basiert. Nachdem schon das Buch von Kritikern hoch gelobt wurde, feiert auch die Verfilmung einen großen Erfolg.

Als der 17 jährige Elio Perlman, gespielt von Timothée Chalamet, seinen Sommerurlaub gemeinsam mit seiner Familie in deren norditalienischem Landhaus verbringt, lernt er den amerikanischen Doktorand Oliver (Armie Hammer) kennen, der bei Elios Vater (Michael Stuhlbarg), einem Kulturprofessor, über den Sommer hinweg ein Praktikum macht. Elio selbst wirkt durch die Bildung seiner Eltern nach außen fast schon wie ein Erwachsener: So hat er eine große Ahnung von Kultur und Geschichte, eine feste Freundin namens Marzia (Esther Garrel), und tritt immer selbstsicher und fast schon altklug auf. Diese Fassade beginnt aber zu bröckeln, als Elio Oliver, den Praktikanten seines Vaters immer besser kennenlernt, und die beiden feststellen, dass ihre Beziehung über Freundschaft weit hinausgeht.

 

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Hier geht es jedoch nicht primär um eine schwule Liebesbeziehung, sondern das Gefühl der ersten Liebe an sich. So sehen wir Elio und Oliver bei ihrem ersten gemeinsamen Kuss nicht nur leidenschaftlich, sondern gleichzeitig auch etwas unbeholfen und aufgeregt. Auch Darsteller Armie Hammer sagt über die erotischen Szenen im Film:

“I think a lot of movie sex scenes are about: ‘What angle looks best?’ But in this movie what you see are two people hungrily exploring each other’s bodies. And I think it feels organically like the first time you have a sexual experience with someone new: where there’s uncertainty, there’s that unknown, there’s all those things that you’re figuring out as you go.”

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Dieses nervöse, aufregende Gefühl transportiert Regisseur Luca Guadagnino vor allem auch durch seine Filmästhetik: Die Zuseher*innen selbst nehmen die norditalienische Landschaft wie durch eine gemütliche Radtour auf, man kann die Sonnenstrahlen Norditaliens in seinem Kinositz fast spüren, während Elio und Oliver gemeinsam in verlassene Seen springen oder zusammen durch blumenbewachsene Felder wandern. Der ganze Film scheint selbst wie ein einziger Sommerurlaub, und dennoch ist man emotional ganz nah dran an den Charakteren, und fühlt mit ihnen mit. Auch Darsteller Michael Stuhlbarg stellt fest:

“If you’re lucky enough to feel something deeply, even if it hurts, don’t push it away. What a waste to feel something beautiful and then to try to pretend like it didn’t happen.”

Call Me by Your Name startet am 01.03.2018 in den deutschen und österreichischen Kinos. Den Trailer zum Film haben wir hier für euch bereitgestellt:
 

 


Bilder: © 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH