Hat Sex für dich nur dann einen erotischen Höhepunkt, wenn du auch tatsächlich zum Höhepunkt kommst? Hast du schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht? Wie wichtig ist es dir, deinen Partner/deine Partnerin im Bett zum Kommen zu bringen? Und stimmen die Klischees über Frauen, die viel öfter den Orgasmus vortäuschen, als ihre männlichen Bettpartner? All diese Fragen hat die Dating-App JAUMO in ihrer aktuellen Studie anhand von 245.000 Usern in zehn Ländern beantwortet.

WAS IT AS GOOD FOR YOU AS IT WAS FOR ME?

 

Den Hollywood-Stereotypen à la “Sex And the City” nach, täuschen Frauen Orgasmen häufiger vor als Männer. Interessanterweise geben in Österreich die meisten Männer (über 36 Prozent) an, bereits einen Orgasmus simuliert zu haben. Nur in Kolumbien enthüllen ähnlich viele User, dass sie bereits mindestens einmal den Höhepunkt vortäuschten. Insgesamt hatten die ÖsterreicherInnen mehr falsche Orgasmen, als Jaumo-User im internationalen Durchschnitt (M: 32 Prozent, F: 40 Prozent).

 

International geben ein Drittel der Männer (32 Prozent) und 40 Prozent der Frauen zu, bereits einen Höhepunkt vorgetäuscht zu haben.

 

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OH BOY, YOU BETTER WORK B*TCH

 

In Südamerika haben Frauen die Hosen an: So sind Orgasmen für Frauen in Chile und Kolumbien (je 69 Prozent) wichtiger als für Männer (67 Prozent). Auch in Österreich legen mehr Frauen wert auf den Höhepunkt als Männer (M: 57 Prozent F: 60 Prozent). Ausgeglichener ist die Lage in den USA: Für knapp die Hälfte der NutzerInnen ist Sex ohne Höhepunkt weniger schön.

 

International sind sich sowohl die weiblichen (62 Prozent) als auch männlichen (66 Prozent) User einig, dass Sex ohne Orgasmus weniger Spaß macht.

 

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Jens Kammerer, CEO von Jaumo, kommentiert:
Bei der Untersuchung sind für mich vor allem die Unterschiede zwischen Männern und Frauen spannend. Besonders die Tatsache, dass z.B. nur 8 Prozent mehr Frauen als Männer angeben, Orgasmen vorgetäuscht zu haben, ist sehr interessant. Das ist ein Indiz dafür, dass festgefahrene Geschlechterrollen sich zurzeit lockern und Frauen sich weniger unter Druck fühlen, einem falschen Idealbild bzw. den vermeintlichen Erwartungen der Partner entsprechen zu müssen. Auch, dass in manchen Ländern für Frauen ein Orgasmus wichtiger zu sein scheint, als für Männer, ist ein Ergebnis, das gegen etablierte Klischees spricht.”

 

Diese Tatsache zeigt deutlich, dass die sexuelle Emanzipiertheit der Frauen immer stärker wird und der Druck, dem Mann zu gefallen bzw. ihm das Gefühl geben zu müssen, befriedigt worden zu sein, schwindet. Um sexuelle Lust bis zum Höhepunkt zu erleben, sollten jedoch immer im gleichen Maße die eigenen Bedürfnisse und die des Partners/der Partnerin berücksichtigt werden.

 

Alle Umfrageergebnisse und Zahlen zu dem Thema findet ihr übrigens HIER.

 

Quelle Jaumo
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