Längst ist Grindr für den schwulen Mann kein Geheimtipp mehr, wenn es darum geht, schnellen Sex zu bekommen. Immer mehr User*innen nutzen die App, immer wieder gerät Grindr jedoch auch in die Kritik. Jetzt will eine Studie herausgefunden haben, dass die Nutzung von Grindr vor allem eines macht: Ungücklich.

Um herauszufinden, wie Nutzer*innen von ihrem Smartphone beeinflusst werden, hat die Seite Time Well Spent in Kooperation mit der App Moment über 200.000 iPhone User*innen zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Die App Moment berechnet, wie viel Zeit Menschen täglich vor ihren Smartphones verbringen, und wie lange sie dabei einzelne Apps nutzen. iPhone User*innen wurden von Time Well Spent befragt, ob sie die Zeit, die sie vor den einzelnen Apps verbrachten, als verschwendet oder gut investiert empfanden. Hierbei entstand eine Grafik, welche die Apps anzeigt, die von Nutzer*innen als produktiv, sinnvoll und unterhaltsam empfunden wurden, und welche Zeitverschwendung sind.

 

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Die Ergebnisse überraschen grundsätzlich erst mal nicht: Auf negativer Seite sind Apps wie Candy Crush, Facebook, Instagram und Snapchat, sowie einige weitere iPhone-Spiele zu sehen. Dass Social-Media Apps nicht gerade förderlich für Selbstwertgefühl oder effektives Zeitmanagement zu sein scheinen, ist ja längst bekannt. Dennoch erstaunlich ist die Tatsache, dass sich gerade Grindr ganz an der Spitze der unnötigen Apps befindet. Der Dating Anbieter steht selbst schon seit längerem in der Kritik, da durch die Nutzung von Grindr Chemsex in Großstädten immer weiter auf dem Vormarsch ist. Vielleicht aber empfinden Nutzer*innen der App den Service auch deshalb als so deprimierend, weil man im Endeffekt fast immer nur den gleichen Typ Mann auf dieser Seite findet.

 
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Gut abgeschnitten haben im Test dagegen Apps, die dazu gedacht sind, die eigene Produktivität und Effizienz zu steigern, entspannen sollen, oder zum Sport anregen. So finden sich ganz oben auf der Liste Meditationsapps wie Calm oder Headspace, oder Produktivitätshilfen wie Google Calendar, Insight Timer oder Evernote. 


Via: Time Well Spent