Top 10 Alben: Von diesen Artists bekamen wir 2019 nicht genug

Hey 2019, du warst musikalisch ziemlich gut drauf. Danke für 365 Tage voller unvergesslicher Momente, die mit ganz speziellen Songs noch besonderer wurden. Dieses Jahr haben wir uns mit Billie Eilish dramatisch und melancholisch zugleich gefühlt, wild zu Ariana Grande und Lizzo getanzt und unsere innere Female Power embraced. Wir haben uns mit Lana Del Rey im Schlafzimmer die Augen ausgeheult und uns erneut in Mancrush Harry Styles verliebt. Welche Alben uns dieses Jahr besonders gefallen haben, welche Songs daraus unsere All-time-Faves sind und welche Geheimtipps uns und vielleicht euch überrascht haben? Hier könnt ihr unseren musikalischen Rückblick von Zwanzigneunzehn nachlesen – ganz ohne spezieller Reihenfolge. JUST OUR TOP 10:

BILLIE EILISH – WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?

VÖ: 29. März 2019

 

Die Lady, die unser musikalisches Jahr wohl am meisten geprägt hat, ist die erst 18-jährige Ausnahmekünstlerin Billie Eilish. Als sie im März mit ihrem Album um die Ecke kam, war nichts mehr wie vorher. Ihre experimentellen Sounds irgendwo zwischen Pop-Balladen, brummenden Beats und verzerrten Lyrics (wo jede einzelne Zeile absolut instagramable ist) schwirren auch Ende des Jahres noch in unseren Köpfen rum. Danke für so viel Emotionen in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Bad Guy
You Should See Me In A Crown
I Love You

 

K.FLAY – SOLUTIONS

VÖ: 12. Juli 2019

 

Singer, Songwriter, Rapper, Alternative-Musician: All diese Talente vereint die Wortakrobatin K.Flay seit mehreren Jahren. Mit ihrer Musik thematisiert sie eine Welt zwischen Gesellschaftskritik und Female Empowerment und bleibt dabei immer noch Indie. Sie selbst beschreibt ihren Sound als “genre-defying” und lässt sich dabei in keine Schublade stecken. Danke für so viel wahre Worte in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Bad Vibes
Sister
Good News

 

LIZZO – CUZ I LOVE YOU

VÖ: 17. Mai 2019

 

And we love you too! Wenn wir schon bei strong independent women sind, kommen wir dieses Jahr berechtigterweise nicht um die Queen herself rum. Lizzo zeigt uns mit ihrer Platte einmal mehr, was Selbstliebe (ja, dieses Wort ist ausgelutscht, aber ganz ehrlich, damit fängt alles an!) bedeutet. Ihre Diversity- und Body-Positivity-Hymnen singen wir schon seit etlichen Wochen vor uns hin. Mit ihrem Mix aus Pop, R&B und Hip-Hop zaubert sie uns jedes Mal erneut ein Lächeln ins Gesicht, katapultiert uns in die Good Mood und auf jede Tanzfläche in der Nähe. Danke für so viel Power in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Juice
Tempo
Better in Color

 

MINE – KLEBSTOFF

VÖ: 11. April 2019

 

Ok, ich hab zehn Kilo bei meiner Geburt gewogen. Aber deine Mutter hat dich beim Schrottwichteln gezogen.” Das ist definitiv unsere Lieblingszeile aus dem Album der Deutschpoetin Mine. Auch wenn der Reim von der nicht weniger begabten Giulia Becker stammt, ist diese Platte auf jeden Fall unser Herzstück auf dem deutschsprachigen Musikmarkt 2019: Lyrische Hochkultur gepackt in ein Soul-/Pop-Soundgewand mit ordentlicher Treffsicherheit. Danke für so viel Tiefe in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
90 Grad
Klebstoff
Du kommst nicht vorbei

 

LANA DEL REY – NORMAN FUCKING ROSSWELL!

VÖ: 30. August 2019

 

Bei lyrischen Höhepunkten darf eine Dame im musikalischen 2019 Recap natürlich nicht fehlen: Lana Del Rey verlängerte unseren Sommer und versprüht mit dem Album gewohnt große Portionen Melancholie und Nostalgie, bei der wir immer noch von einem Leben entweder auf der Autobahn oder im Strandhaus in Süditalien träumen. Ob zuhause nachdenklich am offenen Fenster sitzend oder nachts ziellos mit dem Bus durch die Stadt fahrend, Lana hat mit dieser Platte immer den perfekten Soundtrack für jede Situation geschaffen. Danke für so viel Schwermut in 2019!!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Mariners Apartment Complex
Doin’ Time
The Greatest

 

HARRY STYLES – FINE LINE

VÖ: 13. Dezember 2019

 

Oh Harry, please give us your Watermelon Sugar! Kurz vor dem Jahresende hat uns Harry Styles mit seinem zweiten Soloalbum beehrt. Und wir sind uns in der Redaktion einig, dass sich das Warten definitiv gelohnt hat. Das Album besticht durch einen Hit nach dem anderen und nimmt uns mit auf eine liebevolle Reise durch eine Sonnenblumenwiese voller musikalischer guter Laune und wunderschönen Balladen für’s Herz. On top begeistert uns der junge Brite auch noch mit seinem queer-angehauchten Stil, mit dem er der toxischen Maskulinität den lackierten Mittelfinger ins Gesicht streckt. Danke für so viel Liebe in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Watermelon Sugar
Lights Up
Fine Line

 

ARIANA GRANDE – THANK U, NEXT

VÖ: 8. Februar 2019

 

Zu keiner Musik haben wir dieses Jahr so ausgiebig getanzt, wie zu diesem Album von Ariana Grande. Sei es zuhause im Wohnzimmer oder auf (so gut wie jeder) Party – Ari schallte permanent aus allen erdenklichen Boxen. Dafür, dass die Platte bereits im Februar erschienen ist, singen wir fast ein Jahr später immer noch die Nummern daraus rauf und runter. Die Ausnahmesängerin vereint wie keine zweite Talent mit Ohrwurmqualität auf jedem einzelnen Song. Zurecht besitzt die Kalifornierin Dauerpräsenz. Danke für so viel Good Vibes in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Bad Idea
7 Rings
Thank U, Next

 

TAYLOR SWIFT – LOVER

VÖ: 23. August 2019

 

Rosa Watte, ganz viel Glitzer, traumhafte Balladen und Popmusik at its best vereint Taylor Swift vielversprechend auch aufgrund des Titels auf diesem Album. Komplett weggeblasen hat sie uns dann im Sommer pünktlich zur Pride Season mit ihrem Musikvideo zum Song “You Need To Calm Down”. Kein anderes Video eines/r Künstlers/in vereint so viel Queerness, wie diese dreieinhalb Minuten. TayTay ist und bleibt die neue Queen of Pop und beweist ein weiters Mal, wie facettenreich eine Musikrichtung sein kann. Danke für so viel Regenbögen in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
The Archer
Cornelia Street
You Need To Calm Down

 

BROCKHAMPTON – GINGER

VÖ: 23. August 2019

 

Das Hip-Hop Kollektiv veröffentlichte im Sommer sein fünftes Studioalbum und beweist damit einmal mehr, dass die Jungs zurecht Amerikas beliebteste Boyband sind. Die Text des Albums behandeln die Themen Familie, Sexualität, soziale und ethische Gesellschaftsstrukturen und Freundschaft – ganz fernab von drogen- und gewaltverherrlichenden Lyrics. Frontmann von BROCKHAMPTON ist Kevin Abstract, der am Album immer wieder seine eigene Homosexualität besingt, ohne plakativ zu klingen. Brockhampton haben mit dieser Platte ein Meisterwerk erschaffen, das jede/r reflektierte/r Musikliebhaber/in mindestens einmal gehört haben sollte. Danke für so viel Ehrlichkeit in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
No Halo
Sugar
St. Percy

 

DIVES – TEENAGE YEARS ARE OVER

VÖ: 15. November 2019

 

Unsere absolut liebste Girlband aus Wien. Und bei Girlband meinen wir keinen Zucker und erst recht keinen Bubblegum-Pop. Die drei Dives-Ladies stehen an Gitarren und sitzen hinterm Schlagzeug und dabei versprühen sie eine Lässigkeit, die vom ersten Ton an ansteckend ist. Der Mix aus Gitarren-Geschrammel und Indie-Pop, gezuckert mit ein paar Grunge-Einflüssen machen den Sound des Trios einzigartig. Auf dem Debütalbum wird von Catcalling und Möchtegern-Machos gesungen und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Danke für so viel Garage Vibes in 2019!

 

Unsere Hörempfehlungen des Albums:
Chico
Waiting
Tomorrow

 

Text Michael Haller
Header YouTube: Lizzo – Juice (Official Video) / Billie Eilish – bad guy / Harry Styles – Adore You (Official Video)