Auch wenn wir in Österreich relativ geschützt leben, ist Diskriminierung aufgrund der Sexualität gesetzlich nur am Arbeitsplatz geschützt. Das bedeutet, wenn ein schwules Pärchen in ein Cafè geht und dort aufgrund ihrer Sexualität rausgeschmissen wird, ist das aus gesetzlicher Lage legitim. Wenn aber die Kellnerin aufgrund ihrer Sexualität gekündigt wird, kann dagegen gerichtlich vorgegangen werden. Trotzdem ist das auch in Österreich noch immer ein großes Problem, an dem dringend gearbeitet werden muss, vor allem aus gesetzlicher Perspektive. Wir haben hier einige schockierende Fakten aus aller Welt gesammelt, um darauf aufmerksam zu machen, warum es noch immer wichtig ist die Pride zu feiern, um auf LGBTIQ+ Themen aufmerksam zu machen und dafür zu kämpfen.

 

 

DIE FAKTEN

 

  • 68 Länder bestrafen noch immer gleichgeschlechtliche Beziehungen, in einigen steht darauf sogar die Todesstrafe.
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  • In 55 Ländern können sich LGBTIQ+ Organisationen nicht legal registrieren.
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  • In 30 Ländern existieren überhaupt keine LGBTIQ+ Organisationen, egal ob registriert oder nicht.
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  • LGBTIQ+ Personen werden weltweit gezwungen sich gefährlichen und natürlich ineffektiven “Conversion Therapies” zu unterziehen, die sogar vom amerikanischen Beauftragten für Menschenrechte als Folter anerkannt wurden.
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  • Nur 9 Länder haben explizite Anti-Diskriminierungsgesetze aufgrund von Geschlechtsmerkmalen und nur drei verbieten nicht eingewilligte Operationen bei intergeschlechtlichen Kindern.
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  • Allein im letzten Jahr wurden Verfolgungen von LBGTIQ+ Personen, vorwiegend bisexuellen und schwulen Männern, in Tschetschenien ungestraft fortgesetzt, Brunei hat die letzte Phase des Scharia Gesetzes durchlaufen, das nun gleichgeschlechtliche Beziehungen und Eheverbrechen mit Tod durch Steinigungen bestraft und die US-Regierung kündigte Pläne an, die Rechte von Trans-Personen in Frage zu stellen, in dem sie Geschlecht als einen binären, unveränderlichen Zustand definiert. Kenias High Court weigerte sich, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu entkriminalisieren und behauptete, dies könnte indirekt die Tür zur gleichgeschlechtlichen Ehe öffnen. Die Liste hier ist noch länger …
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    NEW YORK WORLD PRIDE

     

    Weltweit müssen LGBTIQ+ Personen für ihre Rechte kämpfen und es bleibt weiterhin notwendig, auf diese Themen aufmerksam zu machen, vor allem durch die gesetzlichen Änderungen des letzten Jahres in Ländern wie Brunei, Kenia aber auch in den USA. Dort findet am 30. Juni 2019 in New York die World Pride statt. 50 Jahre nach den Aufständen gegen die polizeilichen Razzien und deren ständigen Anprangerungen gegen die LGBTIQ+ Community in der Stonewall Inn Bar, durch die die heutige LBGTIQ+ und Pride-Bewegung hervorgebracht wurde, ist New York Gastgeber der diesjährigen World Pride.

     

    Text Iris Poltsch
    Quelle OUTRIGHT ACTION INTERNATIONAL