Leider kommt es in unserer Welt immer noch allzu oft vor, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts und/oder ihrer Sexualität Diskriminierungen erfahren müssen. Davon sind auch junge Mitglieder der LGBTQIA+ Community nicht ausgeschlossen. Besonders schmerzlich und unverständlich ist es, wenn solches Verhalten aus dem persönlichen Umfeld oder der eigenen Familie kommt. In Serbien veröffentlichten zahlreiche Eltern Anzeigen mit der Aufschrift “I disown my child” in Zeitungen, um ihre Ablehnung gegenüber ihrer queeren Kinder zu formalisieren. Dieses Praxis wird in einigen Teilen des Landes immer noch praktiziert.

Gay God sei Dank gibt es mutige Heroes and Sheroes, die gegen solch genderspezifischen Hass ankämpfen. Die serbische “I (dis)own my child”-Kampagne schlägt hier die Verantwortlichen mit ihren eigenen Mitteln – das Motto: kill them with kindness! Die Macher*Innen benutzten genau das Medienformat der diskriminierenden Anzeigen, um die Konversation zu ändern. In lokalen, sowie nationalen Zeitungen wurden Meldungen der Toleranz und Solidarität von Eltern publiziert, die ihre LGBTQIA+ Kids unterstützen und lieben – nicht trotz, sondern genau wegen ihrer Sexualität.

 

 

WHEN THEY GO LOW, WE GO HIGH

 

Die Kampagne ist ein cleverer Konter gegen die diskriminierende Konvention, der auch weite Kreise zog. € 308 wurden in die Veröffentlichung der Inserate investiert. Damit konnten innerhalb von drei Tagen 1.5 Millionen Menschen erreicht werden. Zusätzlich wurde der Slogan sogar zum Motto der Belgrade Pride Parade 2019. Der Titel des Kampagnen-Videos sendet eine klare Message: “Ich gebe nicht auf.” Denn es sind genau diese Erfolge, die die Hoffnungen auf eine wahrhaft tolerante Welt weiter brennen lassen.

 

 

Quelle: YouTube, Goldendrum.com
Autorin: Anna Johow